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Party-House startet wieder durch

Neues Disco-Angebot zielt auf Generation Ü30

VREDEN Was macht die Lebensqualität einer Stadt aus? Ein Vredener Ehepaar greift die öffentliche Diskussion der vergangenen Monate über diese Frage auf, die nach dem Craftwerk-Aus einsetzte. Es will ein neues Angebot schaffen.

Neues Disco-Angebot zielt auf Generation Ü30

Sandra und Thomas Kuhlmann freuen sich darauf, dass Party-House am Berkelsee in Vreden als Adresse für Discogänger der Generation Ü30 wieder zu beleben. Foto: Foto: Thorsten Ohm

Thomas Kuhlmann und seine Frau Sandra haben die Entwicklung der vergangenen Monate genau verfolgt – und Konsequenzen daraus gezogen. Die beiden Vredener haben gesehen, wie Rolf Elsings Pläne für eine Umgestaltung des Alten Brauhauses am Markt zum neuen Craftwerk erst immer konkreter Gestalt annahmen und schließlich scheiterten. Und sie haben die öffentliche Diskussion wahrgenommen, die sich nach dem Scheitern des Craftwerks am Lärmschutz entwickelte. Denn dort ging es immer wieder um eine Frage: Gibt es in Vreden denn gerade für die Altersgruppe der jungen und jung gebliebenen Erwachsenen keine Möglichkeit mehr, am Wochenende in ihrer Heimatstadt eine Gelegenheit zum Treffen und Tanzen zu finden?

Sandra und Thomas Kuhlmann geben darauf jetzt eine Antwort: Sie wollen ihr Party-House am Berkelsee wieder beleben. Denn die Räume existieren schon lange, die Ausstattung steht auch bereit. Doch es war ruhig geworden in den vergangenen Jahren dort – zumindest, was den öffentlichen Betrieb anging. Thomas Kuhlmann hatte das Projekt im Jahr 2001 aus der Taufe gehoben. Die Discothek Night-Fly fand einigen Zuspruch, berichtet der Taxiunternehmer über die ersten Jahre. Von 2005 an hätten die Räume aber vornehmlich dafür gedient, um fest gebuchte Privatveranstaltungen durchzuführen, berichtet Thomas Kuhlmann.

Neustart wagen
Er will jetzt den Schalter noch einmal neu umlegen und einen Neustart wagen: „Die Location steht ja zur Verfügung“, erklärte er im Gespräch mit der Münsterland Zeitung: „Hier kann Musikbetrieb laufen.“ Sicher müsse auch das Party-House alle rechtlichen Auflagen erfüllen. Doch es gibt einen gravierenden Unterschied zum Craftwerk: den Standort. Das Party-House hat nur Gewerbebetriebe als Nachbarn. Damit dürften sich manche Fragen schon erledigt haben, die sich in der Innenstadt in ganz anderer Art und Weise stellen: „Das ist hier einfach unproblematischer.“ Und es kann auch gleich losegehen: „Das Party-House war ja immer betriebsbereit.“

Was dort in Zukunft passieren soll, davon haben die Betreiber ganz genaue Vorstellungen. Sie richten sich mit ihrem Angebot an die Gruppe „Ü30“. Die Über-Dreißigjährigen aus Vreden und dem Umland sollen in den Räumen an der Straße „Up de Hacke“ in Stimmung kommen – und das bei freiem Eintritt.

Ganz wichtig aus Sicht von Thomas Kuhlmann: die Frage der Musik, die im Party-House aufgelegt wird. Die Auswahl bleibt nicht einem DJ allein überlassen, sondern die DJs sollen laufend wechseln – und damit die jeweilige Klangfarbe. Denn Kuhlmann weiß auch, dass der Musikgeschmack seiner Zielgruppe breit gefächert ist und die Gäste auch immer wieder neu überrascht werden möchten: „Sonst wird es langweilig.“

Konzept steht
Öffnen möchten Sandra und Thomas Kuhlmann das Party-House immer samstags und vor Feiertagen, jeweils in der Zeit von 22 bis 5 Uhr. Die Vorbereitungen für die Neueröffnung laufen bereits auf Hochtouren, das Konzept steht – einschließlich der Getränkepreise, bei denen sich Kuhlmanns am üblichen Niveau in der Gastronomie orientieren wollen, und der Schaffung von Sicherheit durch Security-Kräfte.

Nur einen konkreten Starttermin nennt Thomas Kuhlmann noch nicht – schließlich muss ja auch auf Seiten der erforderlichen Formalitäten alles abgearbeitet sein. Doch das werde sicherlich schon sehr bald der Fall, war sich das Ehepaar zum Zeitpunkt des Pressegesprächs sicher. Und sobald es ganz formell grünes Licht gibt, dürfen an der Adresse Up de Hacke 32 die Lichter für alle interessierten Partygänger angehen.

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