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Fußball: Landesliga

0:0 im Kellerduell - Die Ergebnisse

WERNE/HERBERN Die Landesliga-Fußballer des Werner SC mussten sich im Kellerduell gegen den SV Burgsteinfurt zuhause mit einem 0:0 begnügen. Angesichts einer Halbzeit in doppelter Unterzahl war das Remis ein Sieg der Moral. Nicht in Normalform hat sich Fußball-Landesligist SV Herbern bei der 0:4 (0:2)-Niederlage gegen die SG Borken präsentiert. Herbern war in Halbzeit eins komplett aus dem Spiel und fing sich Tore zu den ungünstigsten Zeiten.

0:0 im Kellerduell - Die Ergebnisse

Wernes Mittelfeldspieler Dennis Klossek (M.) wurde kurz nach Wiederanpfiff mit Gelb-Rot unter die Dusche geschickt und wird dem WSC damit nächste im Derby gegen den SV Herben fehlen.

Fußball: Landesliga 4 Werner SC - SV Burgsteinfurt 0:0 (0:0)

Der wichtige Heimerfolg im „Sechs-Punkte-Spiel“ gegen Tabellennachbar SV Burgsteinfurt war den Landesliga-Fußballern des Werner SC am Sonntag nicht vergönnt. Wenn man den Spielverlauf betrachtet, fühlte sich das 0:0 nach 96 Minuten jedoch schon fast wie ein waschechter Sieg an.

Fast die komplette zweite Halbzeit hatte der WSC nur zu neunt auf dem Platz gestanden. Erst wurde der bereits verwarnte Mittelfeldspieler Dennis Klossek in der 48. Minute nach einem Foulspiel mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen, kurze Zeit später schwächte Innenverteidiger Dominik Giffey sein Team weiter, als er sich zu einer Beleidigung hinreißen ließ (52.).

„Über die Rote Karte müssen wir nicht reden“, befand WSC-Coach Lars Müller nach dem Abpfiff, mit dem Platzverweis für Klossek tat er sich da schon schwerer. „Die erste Gelbe Karte bekommt er aus meiner Sicht für einen Pressschlag. In der Halbzeit hat sich der Schiedsrichter laut Dennis noch für die harte Entscheidung entschuldigt – nur um ihn dann mit der ersten Aktion nach der Halbzeit vom Feld zu schicken“, haderte der Trainer mit der Leistung des Unparteiischen.

Sein Gegenüber Christoph Klein-Reesink haderte nach Spielende auch – jedoch mit der Leistung seiner Mannschaft. „Das waren zwei verschenkte Punkte. Wir haben unsere Möglichkeiten fahrlässig liegenlassen“, ging der Coach hart mit seiner Mannschaft ins Gericht.

Schon zu Beginn der Partie deutete sich, das für beide Mannschaften viel auf dem Spiel stand. Kleinere Scharmützel auf und neben dem Platz waren keine Seltenheit, ansonsten „haben wir in den ersten 45 Minuten nicht viel verkehrt gemacht“, lobte Müller die Leistung seiner Elf. Vor allem das Offensiv-Duo Chris Thannheiser und Daniel Durkalic sorgte für Wirbel. Allerdings trafen die beiden Angreifer in den entscheidenden Momenten die falschen Entscheidungen.

In der 11. Minute etwa verpasste es Thannheiser auf der linken Seite des Strafraums, denn Ball auf seinen in der Mitte lauernden Sturmpartner zu spielen. Stattdessen konnte SVB-Keeper Nicholas Beermann die Situation entschärfen. Kurz darauf überhörte Durkalic bei einer Ecke den Ruf des besser postierten Thannheisers und machte die Chance zur Führung per Kopf zunichte. Auch den Abschluss von Lukas Manka (38.) parierte der Torhüter.

Die Gäste hatten kurz vor der Halbzeit ihre beste Phase. Erst bewahrte Verteidiger Joel Simon seinen Torhüter Sebastian Treppe mit einer punktgenauen Grätsche gegen Kevin Behn vor eine gefährlichen Eins-zu-Eins-Situation (37.), danach parierte der Schlussmann stark gegen Thomas Artmann, dessen Nachschuss von dem mitgelaufenen Dennis Seifert von der Linie gekratzt wurde (45.).

Nach den beiden Platzverweisen rannte der SVB vergeblich an und vergab in Person von Stümer Behn teils beste Chancen. Der WSC rührte erfolgreich Beton an und hätte in der Schlussphase mit Chancen von Mondrian Runde und Durkalic sogar fast noch für den Lucky Punch gesorgt. „Natürlich freuen wir uns am Ende über den gewonnen Punkte“, so WSC-Coach Lars Müller, der sich aber zurecht fragte: „Was wäre mit unserer Einstellung heute möglich gewesen, wenn wir zu elft zuende gespielt hätten?“

Team und Tore WSC: Treppe - Stöver, Simon, Giffey, Seifert, Runde, Klossek, Lachowicz, Manka (71. Saado), Thannheiser(83. Niewalda), Durkalic (87. Link)SVB: Beermann - Moor (74. Heckmann), Kiwit, Kamp, Behn, Hintelmann (86. Radecke), Schmerling, Omerovic (62. Mersch), Kormann, Artmann, FeldhuesTore: Fehlanzeige.Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Klossek (48./WSC) wegen wiederholten Foulspiels, Rot für Giffey (52./WSC) wegen Beleidigung

SG Borken - SV Herbern 4:0 (2:0)

Das Spiel ging schon bescheiden los für den SV Herbern. Bereits in der siebten Minute geriet Herbern nach einem Eckball in Rückstand. Patrick Bellen köpfte zur 1:0-Führung für die Hausherren ein. Herberns erste Chance sollte im Gegenzug zum 0:2 führen: Einen gechippten Ball von Michael Schulte nahm Julian Trapp mit der Brust an, verlängerte den Ball mit dem Rücken zum Tor hoch auf Whitson. Dessen Schuss landete in den Armen von Keeper Jason Rudolph.

Platziert Whitson den Ball besser, wäre Herbern vielleicht ins Spiel gekommen, so aber schlug Borken im direkten Gegenzug zu: Dem Sonntagsschuss von Patrick Keulertz aus 20 Metern in den Winkel, konnte Sven Freitag im Tor nur staunend hinterhersehen (22.).

Möllers setzte wie zuletzt auf eine Dreier-Kette, gebildet durch Johannes Richter, Michael Schulte und Gonzalo Conde. Kapitän Philipp Dubicki saß mit Knieproblemen auf der Bank. Dominick Lünemann und Sebastian Schütte besetzten die Außen. In Borken ging die Taktik nicht auf: Schulte als zentraler Verteidiger suchte in Halbzeit eins immer wieder Anspielstationen im Mittelfeld, aber die Hausherren stellten gut zu.

Rückpässe und lange Schläge waren die Folge. „Wir wussten, dass deren Sechser das Spiel aufzieht und wollten ihn aus dem Spiel nehmen“, sagte Borkens Trainer Ralf Bugla. In der Tat: Oscar Cabrera kam zunächst nicht zur Entfaltung. Zudem durften die Borkener ungestört das Spiel machen. Marcel Krögers Versuch aus spitzem Winkel (24.) und Keulertz Direktabnahme (45.) strichen je nur knapp über die Latte. Auf Gästeseite verpasste Whitsons Kopf eine Cabrera-Flanke aus dem Halbfeld (32.).

Aus der Kabine kam Möllers einige Minuten vor seinen Spielern. Die Ansprache dürfte kurz und knackig gewesen sein, trotzdem setzte es gleich den nächsten Nackenschlag: Aus einem eigenen Freistoß heraus, den Schulte nach vorne schlug, setzte Kröger den Konter, lief die Außenbahn zur Grundlinie durch und fand in der Mitte Bastian Bone. Freitag war dran, konnte den Abschluss aus kurzer Distanz aber nicht blocken – 0:3 nach 47 Minuten.

Herbern steckte nicht auf, schaffte es nun, den Gegner in die eigene Hälfte zu pressen. Direkt nach dem 0:3 knallte Cabrera einen Distanzschuss an die Latte, Schütte köpfte den Abpraller übers Tor. In der 58. Minute strafte Borken fast wieder einen Ballverlust, diesmal von Cabrera am gegnerischen Sechzehner, Freitag parierte.

Nach einer Stunde hätte der SVH innerhalb von drei Minuten den Anschluss erzielen können, aber erst verpasste Schütte per Kopf. Dann erlief der eingewechselte Simon Mors einen Rückpass, brachte den Pass von der Grundlinie aber nicht zum Mann. Whitson erwischte eine halbhohe Lünemann-Flanke nur unsauber mit dem Oberschenkel – Rudolph packte zu.

Als die tief stehende Sonne in der 71. Minute Sven Freitag bei einem harmlosen langen Freistoß irritierte und der Keeper den Ball klatschen ließ, war Daniel Meyer zur Stelle. Dennis Hölscher grätschte den Ball noch aus dem Tor, der Ball war aber zuvor hinter der Linie und Herberns Gegenwehr war gebrochen. „Wir sind in Hälfte eins nicht in die Zweikämpfe gekommen. Bei Borken hat alles gepasst. Das war eine verdiente Niederlage heute“, sagte Möllers. Herbern ist nun Dritter hinter Mesum und Emsdetten.

Team und Tore SG: Rudolph - Meyer, J. Bone, Schnipper, Kröger, N. Bellen, Keulertz, Müller, Blanke, B. Bone, P. Bellen.SVH: Freitag - Richter, Redondo Conde, Franco Cabrera, Schüte, Fereira Dos Santos, Schulte, Trapp, Lünemann, Hölscher, Eroglu.Tore: 0:1 P. Bellen, 0:2 Keulertz (22.), 0:3 B. Bone (47.), 0:4 Meyer (71.)

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