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Fußball: Landesliga

Giffey will weg – kaum Optionen in der Abwehr für den Werner SC

Werne Mit argen personellen Problemen reist der Werner SC in der Landesliga am Sonntag zum SC Münster 08. Vor allem in der Abwehr müssen die Werner umbauen – und das nicht nur aus Verletzungsgründen.

Giffey will weg – kaum Optionen in der Abwehr für den Werner SC

Sechs Einsätze hat Dominik Giffey (r.), hier gegen Nottuln, in der laufenden Saison für den WSC gesammelt. Mehr kommen nicht dazu. Giffey wird nicht mehr für Werne spielen. Foto: Greis

In der Vorsaison hat Verteidiger Dominik Giffey in der Bezirksliga noch 29 von 30 Spielen gemacht. In der laufenden Saison sind es bislang sechs Einsätze – weitere werden nicht hinzukommen. „Er steht uns nicht mehr zur Verfügung“, sagt WSC-Trainer Lars Müller zum Fall Giffey.

Zwischenzeitlich an den Zehen verletzt, war das nicht der alleinige Grund, warum Giffey unter Müller nicht so zum Zug kam wie noch unter Ex-Trainer Kurtulus Öztürk. Einfach zusammengefasst: Zwischen beiden Seiten hat es nicht gepasst. „Für mich ist das Kapitel WSC beendet. Ich möchte den Verein gerne verlassen“, teilte der Verteidiger auf Nachfrage mit.

Für Lars Müller bricht damit eine weitere Option in der Abwehr weg. Henry Poggenpohl ist noch immer nur im Lauftraining. „Er war sechs Wochen raus, will gerne mit der Mannschaft trainieren. Aber bei noch zwei Spielen und drei Trainingseinheiten ist es besser, wenn er über die Winterpause richtig fit wird“, sagt Müller.

Weil Dennis Seifert am Sonntag krank ausfällt, hat Müller in Joel Simon, Niklas Link und Marvin Stöver derzeit nur drei etatmäßige Verteidiger. Cem Bozkurt, der vor der Saison zu Westfalia Rhynern II wollte, dann doch blieb, hat beim WSC I keine Perspektive mehr. Auch in der Reserve setzt Trainer Axel Scheunemann nach zwei Einsätzen nicht auf Bozkurt – geringe Trainingsbeteiligung. Auch bei ihm sieht es nach Abschied aus.

Zilligen bleibt an der Linie

Gegen Herbern spielte Mondrian Runde bereits auf der Außenposition. Er hat aber immer noch Probleme mit dem Sprunggelenk, wird zumindest im Kader sein. Auch Linksfuß Lukas Manka hat Müller unter der Woche im Training als Außenverteidiger getestet. Tobias Jücker wäre eine Alternative, er muss aber wohl arbeiten. Wäre eine Rückkehr von Co-Trainer Christof Zilligen als Außenverteidiger denkbar? „Nein“, sagt Müller.

In Oliver Winter fehlt noch ein Spieler, Marvin Bruland war am Freitag immerhin beim Training. Chris Thannheiser quält sich trotz Beschwerden in den Adduktoren durch die letzten beiden Spiele, auch ohne Training. „Was soll ich jammern? Ausfälle sind normal und wir haben noch immer einen relativ dichten Kader, was die Qualität angeht.“ Bei der Reserve will sich der Trainer nicht bedienen: „So lange die erste Elf besetzt ist und ich Wechseloptionen habe, nehme ich der Reserve keinen Spieler weg, der dort 90 Minuten spielt und bei uns 80 Minuten auf der Bank sitzt.“ Im Hinspiel verlor Werne 1:4 – auch weil individuelle Fehler es dem Gegner leicht gemacht haben.

„Werne hat schnell aus seinen Fehlern gelernt, ist nicht mehr so naiv. Das wird kein Selbstläufer. Aber wir haben richtig Bock auf Sonntag, auch wenn wir wissen, dass es ein Geduldspiel werden kann“, sagt SCM-Trainer Mirsad Celebic. Sein Gegenüber weiß, dass seine Mannschaft mittlerweile weiter ist. „Wir müssen defensiv sauber arbeiten und taktisch gut stehen“, sagt Müller. Das dürfte beim WSC ähnlich aussehen wie bei der knappen 1:2-Pleite in Emsdetten zuletzt. Auch wenn Münster einige Verletzte hat, bekanntester Name darunter Ex-Profi Benjamin Siegert: Mirsad Celebic sieht darin kein Problem: „Ich habe Glück, dass ich einen großen Kader habe. Auch bei über zehn Ausfällen habe ich immer noch 15, 16 Spieler mit überragender Qualität“, sagt Celebic selbstbewusst. Das Glück hat der WSC nicht.


Anpfiff: Sonntag, 15.30 Uhr, Kunstrasen, Mauritz-Lindenweg 95, 48145 Münster

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