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SPD wittert Chance

IGA 2027 als Rettung fürs Werner Zechengelände?

WERNE Bis zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) in der "Metropole Ruhr" 2027 sind es zwar noch zehn Jahre. Geht es nach der Werner SPD, sollte die Stadt trotzdem schon jetzt die Weichen stellen, um von der Großveranstaltung zu profitieren. Die Sozialdemokraten sehen die Chance, das brachliegende Werner Zechengelände endlich zu kultivieren.

IGA 2027 als Rettung fürs Werner Zechengelände?

Die Idee der SPD: Da für die IGA ohnehin in der gesamten Region neue Gärten und Parks entstehen, könnte auch Werne die Gelegenheit nutzen, um die unbefriedigende Situation an der Flöz-Zollverein-Straße zu lösen.

„Es wäre doch möglich, die IGA zu nutzen, um zum Beispiel das Zechengelände neu zu gestalten“, wagte Adelheid Hauschopp-Francke kürzlich im Planungsausschuss einen Vorstoß. Die Idee: Da für die IGA ohnehin in der gesamten Region neue Gärten und Parks entstehen, könnte auch Werne die Gelegenheit nutzen, um die unbefriedigende Situation an der Flöz-Zollverein-Straße zu lösen. Die Verwaltung könne doch ein entsprechendes Konzept erstellen, so Hauschopp-Francke.

Eine Idee, die bei Planungsdezernent Ralf Bülte nicht gerade auf Gegenliebe stieß: „Das klingt so, als ob man nur mal eben was aufschreiben müsste.“ Dabei sei die IGA eine Großveranstaltung mit entsprechend umfangreichen Projekten. „Wenn man da mitmachen will, braucht es schon etwas mehr Aufwand. Und übrigens auch deutlich mehr Geld“, erklärte Bülte. Denn die zu schaffenden Parks könnten zwar gefördert werden, es würde jedoch – angefangen bei der Planung – ein Eigenanteil bei den Kommunen verbleiben.

Dortmund/Essen Wie wollen wir morgen leben? Auf diese große Zukunftsfrage will das Ruhrgebiet Antworten geben. Gemeinsam wird die Region die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 ausrichten. Die soll nicht nur eine „Blümchenschau“ sein, sondern ein millionenschweres Modernisierungsprogramm für die Parks in der Region. Auch neue Parks sollen entstehen. Wir zeigen wo und beantworten die wichtigsten Fragen zu dem Projekt.mehr...

In eine ähnliche Richtung argumentierte Gudrun Holtrup für die CDU: „Wir haben in Werne derzeit drei große Projekte vor der Brust: Das Solebad, die Innenstadtsanierung und die Regionale 2016.“ Da müsse man sich schon die Frage stellen, wie man ein weiteres Projekt überhaupt noch stemmen solle. Zumal Werne bei der IGA ohnehin nur eine Nebenrolle spiele – die „Hauptspots“ der Region seien schließlich Lünen und Bergkamen.

Noch zehn Jahre Zeit

Von den Gegenargumenten ließ sich Adelheid Hauschopp-Francke jedoch nicht überzeugen: Zum einen könne man bereits jetzt Fördergelder für die Planung von Projekten beantragen. „Wir werden uns später in den Hintern beißen, wenn wir diese Gelegenheit verstreichen lassen.“

Zum anderen finde die Gartenschau eben erst 2027 statt. „Dann hat unser Solebad bereits die ersten Verschleißerscheinungen.“ Sie beharrte darauf, dass sich das Planungsamt zumindest telefonisch mit dem federführenden Regionalverband Ruhr in Verbindung setzt, um die Möglichkeiten auszuloten – ein Kompromiss, auf den sich Ralf Bülte einlassen konnte.

 

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