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Fußball: Landesliga

SVH entspannt in Borken – WSC im Kellerduell

WERNE/HERBERN Druck ist für die Landesliga-Fußballer des SV Herbern derzeit ein Fremdwort. Entspannt geht es für Holger Möllers und Co. nach Borken. Der Werner SC empfängt derweil den SV Burgsteinfurt zum Kellerduell. Co-Trainer Christof Zilligen hat dabei ziemlich konkrete Vorstellungen für das eminent wichtige Spiel.

SVH entspannt in Borken – WSC im Kellerduell

Whitson (l.) und seine Kollegen in der Offensive sorgen für eine gewisse Leichtigkeit im Spiel des SV Herbern.

Fußball: Landesliga 4 Werner SC - SV Burgsteinfurt Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasen im Lindert, 59368 Werne

Es ist im bisherigen Saisonverlauf das bis dato vielleicht wichtigste Spiel für den Landesliga-Aufsteiger aus Werne. Am Sonntag empfängt der WSC (Platz 14/7 Punkte) im Lindert den SV Burgsteinfurt (15/6), der Gewinner des Kellerduells könnte den Sprung von den Abstiegsrängen schaffen, der Verlierer im Anschluss dagegen mit Blick nach unten noch größere Sorgen haben, als bereits vor diesem zehnten Spieltag.

„Beide Teams sind unter Zugzwang, das ist ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagt Christof Zilligen, Co-Trainer des Werner SC, der am Donnerstag das Training für den verhinderten Lars Müller übernahm, der in England weilte. Am Sonntag steht der Coach aber wieder an der Seitenlinie. „Keine Sorge, man wird nicht meine Handschrift sehen“, witzelt Zilligen vor dem eminent wichtigen Duell und strahlt damit vielleicht sogar die nötige Lockerheit aus, die man gerade in solch wegweisenden Partien gut gebrauchen kann.

"Immer für ein Tor gut"

Der Plan für die kommende Aufgabe steht jedenfalls. „Wir wollen aus unserer defensiven Grundhaltung das Spiel bestimmen und die Punkte zuhause behalten“, verrät Zilligen. Auch die, vor allem offensiv, schwache Vorstellung bei der 0:1-Niederlage in Altenberge ändere nichts an dem positiven Trend der vergangenen Wochen. „Wir sind viel besser drauf, als noch im August. In Altenberge haben uns zwei, drei Prozent gefehlt. Wenn du nicht 100 Prozent investierst, holst du nichts. Das wissen wir jetzt“, so Zilligen.

Der Offensive spricht er sein Vertrauen aus – und gibt sogar eine Prognose ab: „Wir sind immer für ein Tor gut. Thannheiser und Durkalic werden werden definitiv treffen“, lehnt sich Zilligen aus dem Fenster. Letztlich sei ihm egal wie, „aber wir werden das Sechs-Punkte-Spiel gewinnen“, verspricht der Co-Trainer.

SVB will überraschen

Dass es ein Sechs-Punkte-Spiel ist, weiß auch Burgsteinfurts Trainer Christoph Klein-Reesink. Die Kampfansage aus Werne möchte er aber nicht kontern. „Solche Ansagen machen wir nicht. Wir bleiben lieber im Vorfeld bescheiden und überraschen dann auf dem Platz“, erklärt der Coach. Dass das allerdings kein leichtes Unterfangen wird, ist ihm bewusst. „Ich erwarte ein sehr enges Spiel, in dem am Ende Nuancen entscheiden werden“, so Klein-Reesink, dessen Team „personell ziemlich gebeutelt“ antritt.

Beim WSC ersetzt Dennis Seifert den verletzten Linksverteidiger Henry Poggenpohl (Bänderriss), Dominik Hennes (Beruf) und Marvin Bruland (Zerrung) fehlen ebenfalls erneut.

SG Borken - SV Herbern  Sonntag, 15 Uhr, Feldmark 5, 46325 Borken

Tabellenplatz zwei nach neun Landesliga-Spieltagen, mit 19 Punkten nur drei Zähler Rückstand auf Borussia Emsdetten, dazu ein gut geschmierter Offensivmotor – bei den Fußballern des SV Herbern hat man schon schwierigere Zeiten durchgemacht. So hat Trainer Holger Möllers allen Grund, den bevorstehenden Aufgaben gelassen entgegenzusehen. So wie dem kommenden Auswärtsspiel am Sonntag beim Tabellen-Neunten SG Borken.

„Wir haben weder den Anspruch unbedingt Tabellenführer werden zu wollen, noch verspüren wir irgendwelchen Druck“, gewährt SVH-Trainer Holger Möllers Einblicke in die Herberner Gemütslage. Inklusive Pokalspiel ist man seit sechs Spielen ungeschlagen, doch auch der Gastgeber aus Borken hält eine kleine Serie und ist seit vier Partien unbesiegt. „Defensiv steht Borken gut. Allerdings muss man sagen, dass sie offensiv jetzt auch keine Bäume ausgerissen haben“, weiß Möllers über den Gegner zu berichten.

Whitson ist dabei

Ganz anders sieht es in seiner Offensivabteilung aus. Whitson, der gegen Nottuln aufgrund einer Verletzung am Zeh vorsichtshalber ausgewechselt wurde, ist wieder spielfähig, zusammen mit Oscar Cabrera, Dominick Lünemann und Sebastian Schütte könnte der SVH also das gleiche quirlige Mittelfeld auf den Platz stellen, wie in der Vorwoche. „Aber egal, wen ich derzeit vorne aufstelle – es funktioniert“, freut sich Möllers über den nicht vorhanden Qualitätsverlust in seiner Abteilung Attacke.

Sorgen in Borken

Sein Gegenüber Ralf Bugla plagen da schon größere Sorgen. Zwar hat sein Team in den vergangenen vier Spielen gut gepunktet und steht mit zwölf Punkten fünf Zähler vor den Abstiegsrängen. Doch der Coach der SG Borken weiß: „Wenn wir jetzt in den nächsten zwei Spielen nichts holen sollten, sind wir ganz schnell wieder unten drin.“

Schwer wiegt in diesem Zug der Ausfall der beiden Stützen Daniel Ebbing im zentralen Mittelfeld (Sprunggelenksverletzung) und Frederik Arnold-Hallbauer (Muskelfaserriss) auf der Außenbahn. „Die beiden prägen unser Spiel ungemein“, trauert Bugla den Qualitäten des Duos hinterher.

Trotzdem habe man genug Qualität, um auch gegen den SV Herbern bestehen zu können. „Das will ich auch gar nicht kleinreden“, sagt Bugla, der jedoch genau weiß, dass sein Team einen gute Tag erwischen muss. Und noch etwas ist ihm wichtig: „Wir müssen vor allem Eigeninitiative ergreifen. Nur auf das Glück des Tüchtigen zu hoffen wird nicht reichen.“

Knacken muss es

So könnten sich dem SVH Räume auftun, Trainer Holger Möllers dürfte das Recht sein. „Das Spiel beginnt bei 0:0. Wir müssen ihre Defensive erst einmal knacken, das wird eine harte Nuss“, lautet sein Urteil vor dem Anpfiff. Zumindest personell sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Auswärtstrip gegeben. Denn bis auf den beruflich verhinderten Dennis Kaminski sind alle dabei.

 

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