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Haushalt

Wernes Veranstaltungskalender soll auf dem Prüfstand

Werne Die CDU-Politiker in Werne denken über die Zukunft des Stadtmarketings nach. Dabei sollen auch die Veranstaltungen in der Innenstadt auf den Prüfstand. Ist das das Ende des Straßenfestivals?

Wernes Veranstaltungskalender soll auf dem Prüfstand

Das Straßenfestival sorgte zweimal für eine volle Innenstadt in Werne – verursacht der Stadt aber auch Kosten. Foto: Jörg Heckenkamp

Mit Blick auf den Doppelhaushalt für 2018 und 2019 hat die CDU, als größte Fraktion im Werner Stadtrat, die Frage nach der Zukunft des Stadtmarketings aufgeworfen. „Das ist ein großer Kostenfaktor“, stellte Fraktionsvorsitzender Willi Jasperneite bei der Analyse des Haushalts fest. „Man muss überlegen, ob und wie man hier weniger Geld ausgeben kann.“

Solange es das Solebad noch nicht gibt, will die CDU auch nichts verändern. „Es ist gut, dass Werne mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen Eigenwerbung über die Stadtgrenzen hinaus macht.“ Aber wenn das Bad eröffnet hat und als neues Aushängeschild wie geplant auch wieder für mehr Frequenz in der Innenstadt sorgt, müsste der Veranstaltungskalender auf den Prüfstand.

„Man müsste neue Sponsoren finden“

Dazu zählt dann auch das Straßenfestival. „Die Veranstaltung ist gut, aber sie kostet die Stadt auch eine Menge Geld“, sagt CDU-Ratsherr Markus Rusche. „Man müsste neue Sponsoren finden.“ Und außerdem prüfen, ob das Festival sich als Marke etablieren und regelmäßig Zuschauer aus der Region anziehen könne, oder ob es sich dabei „nur“ um eine Veranstaltung für die Werner handelt.

„In diesem Fall müsste man überlegen, ob es nicht Agenturen gibt, die ihre Künstler umsonst schicken“, so Rusche. Ein definitives Aus des Straßenfestivals will in der CDU – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – jedoch niemand. Gleichwohl stellt Jasperneite klar: „Wenn wir den neuen Kostenblock Bad haben, müssen wir auch über die Kosten der Innenstadt-Mobilisierung nachdenken.“

Nichts an der Arbeit auzusetzen

Neben den Veranstaltungen will die CDU dann auch über das Stadtmarketing selbst nachdenken. An der Arbeit von Geschäftsführerin Carolin Brautlecht und Veranstaltungsmanager David Ruschenbaum haben die Christdemokraten grundsätzlich nichts zu meckern – im Gegenteil. „Aber der Leitung des Stadtmarketings wäre es sicher dienlich, wenn dort einer vollständig den Hut aufhätte“, erklärt Jasperneite mit blick auf die Tatsache, dass Carolin Brautlecht neben ihrer Tätigkeit als Wirtschaftsförderin quasi nur nebenamtlich das Marketing führt.

Was die Struktur angeht: Die gefällt der CDU gar nicht. „Man erfährt nichts“, sagt Jasperneite. „Alle Entscheidungen werden hinter verschlossenen Türen auf der Gesellschafterversammlung getroffen.“ Wobei die CDU wie alle anderen Fraktionen auch bei diesen Versammlungen mit am Tisch sitzt – Informationen sollten also zumindest bei den Politikern ankommen.

Und die GmbH ist ohnehin auf Betreiben der Politik – genauer: der CDU – entstanden. „Vielleicht war das damals ein Fehler“, sagt Jasperneite heute. Er wolle das Thema jedenfalls mit den anderen Fraktionen besprechen.

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