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Dem Glück auf die Sprünge helfen: So haben es Schornsteinfeger, Kleeblatt und Hufeisen zu Glückssymbolen gebracht

In der Silvesternacht werden sich die Bundesbürger wieder gegenseitig alles Gute und vor allem viel Glück im neuen Jahr wünschen. Schon immer gab es Glücksbringer, mit denen man dem Glück auf die Sprünge helfen wollte - etwa um den Traum vom großen Geld und von weniger Arbeit wahr werden zu lassen. Aber wie haben es Schornsteinfeger, Kleeblätter und Hufeisen eigentlich zu ihrer symbolischen Rolle gebracht?

  • Schornsteinfeger gelten als Glücksboten. Ob Sie zum Jahresende auch den Eurojackpot-Tippern Glück bringen?

    Schornsteinfeger gelten als Glücksboten. Ob Sie zum Jahresende auch den Eurojackpot-Tippern Glück bringen? Foto: WestLotto

Dafür, dass Schornsteinfeger zu Glücksboten wurden, soll es im Wesentlichen zwei Gründe geben. Zum einen sorgte der Schornsteinfeger für Sicherheit und damit Glück im Haus, da er mit seiner Arbeit Brände verhinderte. Durch das regelmäßige Kehren und Reinigen des Schornsteins wurde gefährlichem Rußbrand vorgebeugt, früher fingen Häuser viel leichter und häufiger Feuer als heute. Eine zweite Erklärung für die symbolische Rolle des Schornsteinfegers besagt, dass er immer zum Jahresanfang die Rechnung für die Kehrarbeiten des vergangenen Jahres bei den Kunden vorbeibrachte und somit der erste Besuch im neuen Jahr war - auch dadurch wurde er zum Neujahrs-Glücksbringer.

Auch das Kleeblatt besitzt seine Bedeutung als Glücksbringer schon seit Jahrhunderten: Ihm wurden Kräfte nachgesagt, die böse Geister vertreiben und seinen Besitzer vor Unheil bewahren sollten. Diese Kräfte werden allerdings vor allem den vierblättrigen Kleeblättern zugeschrieben, weil sie in der Natur so selten zu finden sind. Im Mittelalter beispielsweise wurde vierblättriger Klee in die Kleidung von Reisenden genäht, um sie vor Unglück zu bewahren.

Mit Hufeisen wurden die Hufe der Pferde geschützt. Da das Pferd mit seiner Stärke und Kraft als edel und wertvoll angesehen wurde, bekam das Hufeisen, dass es schützte, seine Rolle als Glücksbringer. Als Glückssymbol über der Haustür sollte das Hufeisen unbedingt mit der Öffnung nach oben aufgehängt werden, so kann es das Glück einfangen. Umgekehrt aufgehängt, fällt dem Aberglauben zufolge das Glück dagegen heraus.

Wer nicht mehr arbeiten, sondern nur noch das Leben genießen möchte, sollte sich nicht allein auf Schornsteinfeger, Kleeblatt und Hufeisen verlassen. Seinem Glück auf die Sprünge half etwa ein Baden-Württemberger im Oktober 2016 mit dem Ausfüllen eines Tippscheins: Er gewann die Rekordsumme von 90 Millionen Euro bei der europaweiten Lotterie Eurojackpot. Ein solches Glück braucht dann sogar Betreuung: Die staatlichen Lotterien helfen mit ersten Tipps und Antworten auf wichtige Fragen sowohl telefonisch als auch in einem persönlichen Gespräch weiter. Bei WestLotto beispielsweise kümmert sich ein mehrköpfiges Team von Mitarbeitern um alle Lottogewinner, die 100.000 Euro und mehr gewonnen haben.

Multimillionäre in Serie

Ob die deutschen Eurojackpot-Tipper auf die richtigen "Glücksbringer" gesetzt haben? In jedem Fall waren sie im Jahr 2016 besonders erfolgreich. So viele Rekord- und Millionengewinne für deutsche Mitspieler wie noch nie gab es dank der europäischen Lotterie. An der Spitze steht dabei der 90-fache Multimillionär aus Baden-Württemberg mit dem höchsten jemals in Deutschland erzielten Lotteriegewinn. Aber auch Mitspieler aus Hessen (mit 84,8 Millionen Euro) sowie drei Tipper aus Nordrhein-Westfalen mit Beträgen bis 76,8 Millionen landeten im Laufe des Jahres das ganz große Glück.