Alle Talentsucher winken ab. Mit den Spielern, die Manager Billy Beane (Brad Pitt) verpflichtet, sei kein Staat zu machen. Gerade hat das Baseball-Team der Oakland Athletics einen schweren Aderlass hinter sich. Und jetzt will Beane den Weggang der Leistungsträger mit diesen Billigheimern kompensieren?
„Moneyball“ von Regisseur Bennett Miller klingt wie ein Sportfilm, ist aber keiner. mehr...
Spionage und Spannung sind wie siamesische Zwillinge scheinbar untrennbar miteinander verbunden. Und doch wagt Regisseur Tomas Alfredson mit scharfem Skalpell den waghalsigen Schnitt. Die Geschichte des Films "Dame, König, As, Spion", die er nach einer Vorlage von John le Carré aufbereitet hat, ist mehr Psychogramm einer paranoiden Sippe als patriotisches Agentenspiel. mehr...
Ein nostalgischer Blick in die gute alte Zeit. Das Kino spielt Chaplin, Harold Lloyd und D.W. Griffith. Paris schwingt im gemütlichen Schunkel-Rhythmus der Akkordeonmusik. Die Uhren tickten anders in den 20er Jahren. Martin Scorseses neuer Film "Hugo Cabret" ist eine Liebeserklärung an das Zeitalter der Mechanik. mehr...
BERLIN Am 9. Februar beginnt die 62. Berlinale. Festival-Leiter Dieter Kosslick verspricht ein spannendes Programm, das die Weltlage mit Geschichten über Auf- und Umbrüche spiegelt. Auch drei deutsche Filme konkurrieren im Wettbewerb um den Goldenen Bären. mehr...
New York, Manhattan, Roosevelt-Hotel, 21. Stock. Auf der Brüstung ein Mann, der droht, sich in die Tiefe zu stürzen. Eine Szene, die einem den Atem stocken lässt. Nichts für Menschen mit Höhenangst. So beginnt der rasante Actionthriller "Ein riskanter Plan". mehr...
Es gibt gute und schlechte Komödianten - und es gibt die Komik von Adam Sandler. Die ist sehr speziell, spielt sich gewöhnlich auf niedrigem Level ab, ist angefüllt mit jeder Menge Fäkalhumor und peinlichen Flachwitzen - und scheint dennoch immer wieder ihre speziellen Liebhaber zu finden. So ist es auch in Sandlers neuester Klamotte "Jack und Jill". mehr...
LOS ANGELES Wim Wenders ist mit seinem 3D-Film Pina für den Oscar nominiert. Und das adelt auch NRW: Pina ist eine Hommage an die verstorbene Choreografin des Wuppertaler Tanztheaters, Pina Bausch. Im Interview erzählt Wim Wenders, was ihm diese Nominierung für die bedeutendste Filmauszeichnung der Welt bedeutet. mehr...
Reporter Baby Schimmerlos? Gestorben auf der Harley. Fotograf Herbie Fried? Nach Bootsunfall im Rollstuhl. Babys Freundin Mona? Singt mit Unlust Volksmusik. Ein animierter Vorspann erzählt, was aus dem "Kir Royal"-Trio geworden ist. mehr...
LOS ANGELES 35 Zentimeter hoch, vier Kilogramm schwer und mit Gold überzogen: Der Oscar ist der begehrteste Filmpreis der Welt. Neun Filme haben am 26. Februar Chancen auf den Oscar als "Bester Film". "Pina", die 3 D-Hommage von Wim Wenders an die Choreografin Pina Bausch aus Wuppertal, ist in der Kategorie "Bester "Dokumentarfilm" im Rennen. mehr...
Ein Stummfilm, der begeistert: "The Artist" hat bei den Golden Globe Awards kräftig abgeräumt und bezaubert mit einem ganz eigenen Charme. mehr...
Ganz vergessen waren die Muppets nie. Sie waren nur ein wenig aus dem Blickfeld geraten. Immerhin ist ihr letzter Leinwand-Auftritt zwölf Jahre her, ihre letzte TV-Show sogar 30 Jahre. Nun bringen sie sich wieder in Erinnerung – mit dem Kinofilm „Die Muppets“, der mehr ist als nur nostalgisch-nette 2D-Unterhaltung, nämlich auch ein geschickter Marketing-Schachzug. mehr...
Während man Nicolas Sarkozy nicht gerade die größte Zuneigung zu den Losern seines Landes nachsagen kann, hat das französische Kino zur Zeit einen besonderen Narren an ihnen gefressen. Jüngster Beispiel: der Film "Mein liebster Alptraum". mehr...
"Wenn die Leute Hawaii hören, glauben sie, wir würden hier surfen und Mai Tai schlürfen. Als könne unser Leben nicht kaputt sein wie anderswo." Aus dem Off stimmt uns Matt King (George Clooney) auf das Drama einer Familie ein. mehr...
Die erste halbe Stunde beschwört den Spaß von „Surfin’ USA“. Sommer, Sonne, Strand, Bikini-Mädchen auf Hawaii. Bethany Hamilton (Annasophia Robb) ist eine Teen-Queen auf dem Surfbrett, süchtig nach der perfekten Welle. Es liegt in den Genen, Vater (Dennis Quaid) und Mutter (Helen Hunt) surfen ebenfalls. mehr...
Im Zug. Glatzköpfe "klatschen" Hippies und Fidschis, also Asiaten. Sie verteilen Prügel, verabschieden sich mit deutschem Gruß, rufen "Verpisst euch!" Bei den Nazis mischt ein Mädel mit, Marisa, die Skinhead-Braut. mehr...
„Kommunismus ist eine Seuche“, tönt es. Leonardo DiCaprio, alt geschminkt, spielt FBI-Boss J. Edgar Hoover und diktiert dessen Memoiren. Der zweitmächtigste Mann der USA ließ Kennedy abhören, er fütterte damit sein Privatarchiv und wusste alles über jeden, wie man munkelt. mehr...
LOS ANGELES Ein Film ohne Worte ist der große Gewinner der Golden Globes: Der Stummfilm "The Artist" gewann in Los Angeles in der Nacht zum Montag drei der begehrten Preise. Das Werk wurde als beste Komödie, für die beste Filmmusik und die Leistung von Hauptdarsteller Jean Dujardin ausgezeichnet. Die Verleigung der "Globes" war eine glanzvolle Generalprobe für die Oscar-Nacht. Mit einigen Überraschungen. mehr...
Es gibt Menschen, die gehen zum Lachen in den Keller, andere gehen dafür ins Kino. Dort verbürgt sich das Genre „Komödie“ als Brutstätte einer emotionale Ausgelassenheit, die sich bekanntermaßen erst in Anwesenheit von Mitmenschen voll entfalten kann. Auf den ersten Blick bietet sich „Offroad“ dafür an – wenn man Trailer und PR-Geklingel Glauben schenken möchte. Das Vollprogramm enttäuscht jedoch gewaltig. mehr...
Kein Ort der Welt scheint besser geeignet zu sein, Tabuthemen aus der Verschwiegenheit zu befreien, als das Kino. Die Liebe zwischen Schüler und Lehrer gehört unbedingt dazu. Die Liste dieser Filme ist lang, und sie reicht zeitlich weit zurück. So gesehen bietet der Argentinier Marco Berger („Plan B“) nicht viel Neues – und dennoch ist seine Inszenierung ein kleines Juwel in der Spitze dieses Subgenres. mehr...
Die besten Geschichten schreibt noch immer das Leben selbst. Wohl auch die skurrilsten. Zeitungen und Magazine sind voll davon. Zu finden in der Rubrik „Vermischtes“ oder „Buntes aus aller Welt“. Roberto, Eisenwarenhändler in Buenos Aires, notorischer Einzelgänger und zwanghafter Pedant, sammelt solche Meldungen. Und er wird auf wundersame Weise Teil einer solchen Kuriosität. mehr...
Vielleicht ist "Ziemlich beste Freunde" ein Film, der sich als Kontrapunkt zur französischen Politik versteht. Sarkozy ist vor seiner Wahl am rechten Ufer fischen gegangen, als er sagte, die Vorstädte gehörten "durchgekärchert", also mit dem Handwerkszeug für groben Dreck bearbeitet. Dann kamen die brennenden Autos, die Randale der Jugendlichen aus den Banlieues, den Trabanten-Gettos der großen Städte. mehr...