Konzerthaus Dortmund: "Stomp": Rhythmusspektakel mit Büchsen, Besen und Bällen

DORTMUND Wenn die Bühne vom Konzerthaus Dortmund aussieht wie die Bronx, Wasser vor einer Klangmaschine aus Stahl spritzt, Männer mit Ölfässern unter den Skistiefeln über die Bühne stapfen und gefegt wird, was die Borsten hergeben, dann ist "Stomp" wieder da.

  • Ein rasantes Rhythmusspektakel bot Stomp bei seiner Premiere im Konzerthaus Dortmund.

    Ein rasantes Rhythmusspektakel bot Stomp bei seiner Premiere im Konzerthaus Dortmund. Foto: Steve Mc Nicholas

Mit einer neuen Show feierten die Briten Mittwoch Dortmund-Premiere. Und die bietet immer noch die spektakulären, lauten Nummern und Klassiker der 1991 gegründete Gruppe, aber auch sehr viele leise und humorvolle Momente.

Mit Besen steppen die sechs Männer und zwei Frauen zu Beginn über die Bühne. Schnell haben die Saubermänner-Astaires den Clown in der Gruppe ausgemacht: Mozzie, ein Running-Gag der 100-minütigen Show.

Die "Tonnenschlampe"

Sein Gegenpol in der Rhythmus-Gang sind Krieger, Feldwebel und die "Tonnenschlampe". - Alles nette Jungs und Mädels, die das Publikum auch mitschnippen und -klatschen lassen.

Die Instrumente von Stomp stammen aus dem Baumarkt. Spülbecken schnallen sich die Rhythmus-Handwerker um und quietschen drauf mit Gummihandschuhen - ein spritziges Vergnügen.

Körper als Musikinstrument

Abflussrohre machen sie zu Melodieinstrumenten, Streichholzschachteln zum Schlagzeug. Neu und effektvoll ist die Nummer mit den Feuerzeugen, leise, verblüffend und schön.


Mit Einkaufswagen lassen es die Briten krachen, riesige Schläuche aus LKW schnallen sie sich um die Hüften und trommeln so rasant auf das Gummi, dass der ganze Körper Musikinstrument wird. Nach einer Dreiviertelstunde wird das ganze Stahlgerüst zur Klangmaschine.

Ideenreichtum

Da hängen die Stomper in dem Gestell und dreschen auf alles ein, was da baumelt: Verkehrsschilder, Kochtöpfe und Fässer.

Der Ideenreichtum der Briten, auf welchen Gegenständen man Musik machen kann, ist verblüffend. Noch imposanter ist die Präzision, mit der sie die Klänge in absolut perfekten Choreografien hervorzaubern. Mit Bällen, Besen und Büchsen, die durch die Luft fliegen und punktgenau landen.

Termine:
Noch vier Vorstellung bis 6.1. im Konzerthaus Dortmund; acht Vorstellungen vom 8.-13.1. im Colosseum Theater Essen. Karten: Tel. (01805) 2001.
 

    

 

Video aus der Show bei You Tube

Autor
Julia Gaß
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    3. Januar 2013, 12:30 Uhr
    Aktualisiert:
    6. Januar 2013, 17:42 Uhr
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