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Auto und Verkehr
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30.01.2012 12:29 Uhr
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Hoch «Cooper»: Tipps für Autofahrer bei eisiger Kälte

München Die eisige Luft aus Sibirien kühlt Deutschland auf Gefrierschrank-Niveau herunter. Für Autofahrer heißt es jetzt: Besonders vorsichtig fahren und sich bei längeren Fahrten gut vorbereiten. Was das im Einzelnen heißt, erklären die Automobilclubs.

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Bei der sibirischen Kälte vereisen die Straßen. Autofahrer sollten deshalb besonders vorsichtig unterwegs sein. (Foto: Jochen Lübke) (Foto: dpa)

Tempo runter: Tempo runter, sachte fahren und weit vorausschauen - das sind die wichtigsten Regeln, um mit dem Auto über eisglatte Straßen heil ans Ziel zu gelangen. Dirk Vincken vom Automobilclub von Deutschland (AvD) rät, bei Glätte zum Beispiel im Stadtverkehr nicht schneller als 30 km/h zu fahren und möglichst 30 Meter Abstand zum Vorausfahrenden zu wahren. So bleibe in der Regel genug Zeit und Platz, um den Wagen sanft und sicher zu stoppen, ohne dass er außer Kontrolle gerät. Grundvoraussetzung für sicheres Fahren im Winter sind laut dem AvD-Sprecher Reifen mit «M+S»-Zeichen (Matsch und Schnee) und mindestens vier Millimeter Profil.

Ruhe bewahren: Gerät ein Auto trotz aller Vorsicht ins Rutschen oder Schlingern, heißt es: Ruhe bewahren, blitzschnell die Kupplung treten und keine hektischen Lenkbewegungen machen. «Bei Fahrzeugen mit ABS die Bremse immer voll durchtreten und den Fuß drauflassen, bis der Wagen steht - nur dann arbeitet das Antiblockiersystem optimal», erklärt Vincken. Durch leichtes Gegenlenken kann eventuell die Rutschrichtung etwas korrigiert werden. Die Motorbremse sollte bei einer unfreiwilligen Schlitterpartie nicht genutzt werden, weil sie auf glatter Fahrbahn ein Ausbrechen des Fahrzeugs begünstigen kann.

Testfahrten auf dem Parkplatz: «Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich das eigene Auto bei Glätte verhält, kann ein wenig Übung nicht schaden», sagt Vincken. Er empfiehlt, bei Schnee und Eis zum Beispiel sonntags auf einem leeren Supermarktparkplatz zu testen, wie der Wagen auf Brems- und Lenkmanöver reagiert. «Ganz wichtig ist, dass man auf der Übungsfläche nirgendwo anecken kann und niemanden in Gefahr bringt», betont der AvD-Sprecher.

Notfallausrüstung mitnehmen: Wenn im Winter eine längere Autofahrt ansteht, etwa in den Skiurlaub, ist eine Notfallausrüstung an Bord sinnvoll. Denn wer mit dem Wagen im Schnee stecken bleibt oder stundenlang bei extremer Kälte im Stau steht, kann in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Deshalb empfiehlt der ADAC, auf jeden Fall Handschuhe, eine dicke Jacke, warme Decken, eine Thermoskanne mit Heißgetränk und unverderbliche Lebensmittel wie Kekse und Schokolade einzupacken. In den Kofferraum gehört ein gefüllter Reservekanister für fünf oder zehn Liter Sprit, der nicht älter als fünf Jahre sein darf. Auch Schneeketten gehören bei Reisen in verschneite Bergregionen ins Gepäck.

Schneeketten müssen nicht unbedingt gekauft werden: In vielen Werkstätten oder bei Automobilclubs kann man die Anfahrhilfen auch ausleihen. Vorher muss allerdings in den Fahrzeugpapieren oder der Bedienungsanleitung des Autos geprüft werden, ob sie beim jeweiligen Wagen an Reifengrößen und Felgenbreiten gebunden sind. Das Anlegen der Ketten sollte vor dem ersten Einsatz in Ruhe geübt werden.

Das zulässige Höchsttempo mit Schneeketten beträgt 50 km/h. Hat ein Fahrzeug ESP oder eine Antriebsschlupfregelung (ASR), sollten diese Systeme nach Möglichkeit ausgeschaltet werden. Ansonsten wird unter Umständen nicht genug Motorkraft übertragen, um die Räder im Schnee anzutreiben.



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