Etikette
Der Knigge fürs Büro
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Berlin (dpa/tmn) Gründe, sauer auf den Chef zu sein, gibt es immer mal wieder. Ausgerechnet in einem Bewerbungsgespräch über ihn herzuziehen, ist aber schlechter Stil. Und kann sich sogar rächen: Nachtreten kommt beim potenziellen neuen Arbeitgeber meist nicht gut an.
Bloß nicht lästern! Im Vorstellungsgespräch sollten Bewerber freundlich über den Ex-Chef sprechen. (Foto: Britta Pedersen) (Foto: dpa)
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In einem Vorstellungsgespräch ist es wichtig, dass Bewerber sich nie negativ über ihren alten Arbeitgeber äußern. «Alles andere macht einen richtig schlechten Eindruck», sagt die Karriereberaterin Sabine Neumaier aus Berlin. Denn niemand wolle einen Arbeitnehmer, der illoyal ist.
Außerdem wüssten Bewerber auch nie, mit wem der Personaler befreundet ist. «Ich habe schon Leute beraten, die haben im Bewerbungsgespräch gelästert und nachher stellte sich heraus, dass der Personaler mit dem Ex-Chef befreundet war.» Das oberste Gebot im Bewerbungsgespräch sei daher immer, sich nur lobend über die alte Arbeitsstelle und den alten Chef zu äußern.
Bewerber legen sich daher idealerweise vor dem Vorstellungsgespräch eine Strategie zurecht, wie sie den Jobwechsel begründen wollen. So könne man etwa sagen: «Der Arbeitsweg war auf Dauer einfach zu lang.» Eine gute Ausrede könnten auch interne Umstrukturierungen sein, wegen denen der Job nun ein ganz anderer ist als am Anfang.
Stellt der Personaler immer weiter Fragen nach dem alten Arbeitgeber, rät Neumaier, möglichst geschickt das Thema zu wechseln. So könne man etwa detaillierte Fragen nach den Aufgaben in dem neuen Job stellen. Auf keinen Fall sollten sich Bewerber bei Nachfragen jedoch dazu verführen lassen, sich negativ zu äußern und etwa sagen: «Ehrlich gesagt, mein Chef ist ein schlimmer Choleriker und ich bin einfach heilfroh, wenn ich da weg bin.»
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