200 Jahre Oktoberfest: Länger, bunter und mehr Gäste
München (dpa) München bereitet sich auf ein rauschendes Jubiläums-Oktoberfest vor: Das größte Volksfest der Welt wird zu seinem 200-jährigen Bestehen in diesem Herbst einen Tag länger sein.
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Schon einen Tag vor dem offiziellen Anstich wird ein historischer Festplatz eröffnen, der die Wiesn in ihren Ursprüngen zeigt. Der Münchner Stadtrat beschloss mit großer Mehrheit den zusätzlichen «Jubiläumstag» und das Festprogramm. Mit einem Pferderennen soll demnach das Nostalgiedorf schon am 17. September auf dem Süd-Teil der Theresienwiese eröffnet werden, das Volksfest endet am 4. Oktober. Vorsorglich beschlossen die Stadträte auch gleich eine Ausnahmeregelung in Sachen Rauchen: Auch wenn der Volksentscheid für ein striktes Rauchverbot im Sommer erfolgreich ist, wird das Qualmen in den Zelten zum Jubiläum straffrei bleiben.
Festleiterin Gabriele Weishäupl erwartet noch mehr als die üblichen sechs Millionen Besucher, «weil durch das Jubiläum das Volksfest mehr als sonst im Fokus der Welt ist». Zusätzlichen Zustrom könnte es geben, da zeitgleich in Oberammergau die nur alle zehn Jahre aufgeführten Passionsspiele stattfinden. «Wir werden von Oberammergau sicher profitieren.» Unklar ist noch, wie der Abschluss der Geburtstags-Wiesn aussehen soll. «Ich stelle mir einen fulminanten emotionalen Abschluss vor», sagt Weishäupl. Denkbar seien ein Feuerwerk oder eine Lichtershow an der Bavaria.
Der Zusatztag soll weitgehend reservierungsfrei bleiben und nach dem Ansturm aus aller Welt vor allem Einheimischen zugutekommen. «Ich freue mich sehr, dass wir quasi als Geburtstagsgeschenk für die Münchner diesen Tag anhängen», sagt Weishäupl. Geplant sind Tierschauen und historische Festzelte mit Tanzboden, Velodrom und historischen Ausstellungsstücken. Vorbereitet wird auch ein Kinderprogramm mit nostalgischen Spielen wie Reifenschlagen. Mit großer Mehrheit segnete der Stadtrat zudem die Ausnahme vom möglichen strikten Rauchverbot ab. Denn dabei wären turbulente Szenen programmiert, argumentiert das Kreisverwaltungsreferat.
Anders als in Gaststätten können Besucher die Zelte nicht einfach verlassen - denn sie kommen bei dem Massenansturm nicht mehr an ihren Platz. Die Zeit für die Wirte zu räumlichen Änderungen wäre aber heuer zu knapp. Weishäupl begrüßte den Ausnahme-Beschluss: «Sonst könnte es Riesenprobleme geben, und das wollen wir nicht - gerade bei einer Geburtstags-Wiesn.»







