Abschied von Parklandschaft: ADFC kritisiert Mais-Monokultur
AHAUS Die Zweiradfreunde des ADFC Ahaus (Allgemeiner deutscher Fahrradclub) sind regelmäßig mit offenen Augen im Münsterland unterwegs. Und was sie dort seit einiger Zeit beobachten, gefällt ihnen immer weniger.
Rundum nur Mais: Herbert Moritz in Heek-Averbeck. (Foto: pivat)
Grünland mit blühenden Blumenwiesen und Ackerflächen, die einst 30 bis 40 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche prägten, seien nur noch selten anzutreffen. „Die ursprünglich abwechslungsreiche Mischung aus klein-strukturierten Wiesen und Feldern ist den riesigen Ackerflächen mit kaum noch vorhandenen Unterbrechungen durch Wallhecken gewichen“, so Moritz.
Der Kreis Borken tue sich da besonders unrühmlich hervor. Der Club führt die extreme Dichte an Agrargasanlagen, riesigen Maststallanlagen und einer „Maismonokultur die ihresgleichen sucht“ dafür an.
Die Münsterlandkreise, die auf den Tourismusmessen um Besucher für den Fremdenverkehr in ihrer Region werbee, täten nach Ansicht des ADFC gut daran, „sich bei den politisch Verantwortlichen Entscheidungsträgern um eine Neuorientierung einer völlig absurden fehlsubventionierten Agrapolitik einzusetzen“.
„Grüner Tunnel“
Den Widerspruch zwischen Bild und Wirklichkeit spüren die ADFC-Mitglieder regelmäßig. Heek-Averbeck sei nur ein Beispiel von vielen: „Als Radtourenleiter, der Menschen aus allen Regionen durch unsere heimische Landschaft führt, ist es den Mitfahrern kaum noch zu vermitteln, warum sie gerade in unserer Region einen erlebnisreichen Urlaub verbringen sollen.“ Die Radtouristen erlebten Kilometer lange Maismonokultur. Dadurch zu radeln sei, wie durch einen grünen Tunnel zu fahren – mit totgespritzten Randstreifen, auf die sich kaum noch eine Wildblume verirre.

















