Jährliches Fest geplant: Ahaus will mehr Ehre fürs Ehrenamt
AHAUS Freiwilliges Engagement wird in Ahaus künftig einmal im Jahr mit einem „Abend des Ehrenamts“ gewürdigt, zu dem alle Ehrenamtlichen eingeladen werden. Das hat jetzt der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig beschlossen.
Fast 15 000 Ehrenamtskarten wurden in NRW bereits ausgegeben. In Ahaus gibt es für die Einführung der Karte aber keine Mehrheit. Stattdessen will die Stadt mit einem »Abend für das Ehrenamt« den freiwillig Engagierten Danke sagen. (Foto: MFKJKS.NRW 2026)
"Karte unpraktikabel"
„Die Ehrenamtskarte bringt den Engagierten tagtägliche Vorteile. Sie hat damit eine breitere Wirkung als nur ein Abend für Ehrenamtliche“, warb Klaus Lambers für den SPD-Antrag, allerdings vergebens.
Unpraktikabel, zu teuer und zu bürokratisch, so lautete das Urteil der anderen Fraktionen. „Wie wollen wir die Grenze ziehen zwischen den Ehrenamtlichen, die eine Karte bekommen und denen, die keine Karte bekommen?“, gab Reinhard Horst (FDP) zu bedenken. „Ich möchte die Diskussion in meinem Verein nicht führen. Die Karte ist gut gemeint, aber in der Praxis schwer durchführbar“, ergänzte Hubert Kersting (UWG). „Mit dem von der CDU und FDP vorgeschlagenen Abend für das Ehrenamt erreichen wir alle Ehrenamtlichen auf einfache Weise und bieten ihnen eine festliche und kommunikative Plattform“, so Thomas Vortkamp (CDU). Dietmar Eisele (Grüne) fand „beide Vorschläge sehr charmant“.
„Weil wir uns in unserem grundsätzlichen Ziel ja alle einig sind“, so Lambers, schloss sich die SPD – allerdings mit leichtem Bedauern – dem Mehrheitsvorschlag an. Nun soll die Verwaltung bis Ende April einen konkreten Vorschlag ausarbeiten, wie die abendliche Ehrung des Ehrenamtes konkret aussehen soll.

















