Von Ahaus nach Jülich: Autokorso gegen Atommülltransporte
AHAUS Rund 70 Atomkraftgegner haben sich am Samstag morgen von Ahaus aus in einem Autokonvoi auf den Weg nach Duisburg und Jülich gemacht, um gegen weitere Atommülltransporte und für den Ausstieg aus der Atomenergie zu demonstrieren.
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Gegen 10 Uhr setze sich der Konvoi aus 25 Autos in Richtung Autobahnauffahrt Heek in Bewegung. Dort teilte die Polizei die Autoschlange, an deren Ende ein großes Castormodell auf einem Anhänger gezogen wurde, in kleinere Gruppen auf, da für die Autobahn aus Sicherheitsgründen kein Konvoi genehmigt worden war.
Teilnahme an der Kundgebung in Duisburg
Anschließend fuhren die Teilnehmer zur Kundgebung nach Duisburg. Dort nahmen nach Polizeiangaben etwa 130, nach Veranstalternagben 200 Atomkraftgegner an einer Protestkundgebung vor der GNS-Konditionierungsanlage für radioaktive Abfälle teil. Danach fuhr der Protestkorso nach Jülich, wo auf dem Marktplatz eine Kundgebung mit etwa 120 Personen abgehalten wurde, bevor es in einem Autokorso zum Gelände des Jülicher Forschungszentrums ging, wo eine Abschlusskundgebung stattfand.
Am Rande der Demonstration zeigte sich der Sprecher der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“, Felix Ruwe, betroffen über den Unfall in der Urananreicherungsanlage in Gronau, bei der ein Mitarbeiter verletzt worden war. Matthias Eickhoff vom münsterländischen Aktionsbündnis gegen Atomanlagen nannte den Unfall „einen Fall für den Staatsanwalt“.
Auftakt einer Kampagne
Felix Ruwe zog ein positives Fazit der mobilen Demonstration: „Wir wollten unseren Protest vom Münsterland dorthin tragen, von wo der Atommüll nach Ahaus rollen soll. Das ist uns gelungen. Wir waren über die Resonanz in Duisburg und Jülich sehr erfreut. Die Aktion war erst der Auftakt unserer Mobilisierungskampagne, die am 24. April in eine zentrale Anti-Atom-Großdemo in Ahaus münden wird.“




























