Beschäftigungspakt stellt sich vor: Comeback für ältere Arbeitnehmer
AHAUS/KREIS. Comeback mit Happy End: Auf der Leinwand des großen Kinosaals im Cinema Ahaus standen am Mittwochmorgen „Stars mitten aus dem Leben“ im Mittelpunkt, Menschen über 50, denen nach Langzeitarbeitslosigkeit beruflich ein Neustart gelang.
Kabarettistin Uta Rotermund (Foto: Stefan Grothues)
Projektleiterin Susanne Woldering erklärt den Weg: In enger Zusammenarbeit mit den Jobcentern, der BBS in Ahaus und der Akademie Klausenhof sowie den Unternehmen im Kreis werden die Stärken der über 50-Jährigen gezielt gefördert, berufliche Qualifikationen ausgebaut und passgenaue Arbeitsstellen gesucht.
Der Bund, so Woldering, fördere das Projekt im Rahmen des Programms „Perspektive 50plus“ unbürokratisch mit 750 000 Euro im Jahr. Und das, so betonte der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl Schiewerling, solle auch in Zukunft so bleiben. Er hob nicht nur die sozialpolitische Bedeutung hervor, sondern zugleich auch die wirtschaftspolitische: Schon angesichts des demografischen Wandels müsse in den Betrieben ein Umdenken erfolgen, wenn sie künftig im Wettbewerb bestehen wollten. Schiewerling: „Die 60-Jährigen heute sind beweglicher als früher. Sie bieten den Betrieben ein echtes Potenzial. Die Mischung macht‘s.“ Das unterstrichen im Podiumsgespräch auch die Unternehmer. Sie berichteten von positiven Erfahrungen mit älteren Arbeitnehmern und deren besondere Qualitäten. Und sie räumten mit dem Vorurteil auf, Ältere seien unbeweglicher oder häufiger krank. Allerdings seien gezielte betriebliche Fortbildungen und Gesundheitsprogramme sinnvoll und notwendig.
Dass Frauen über 50 „patent und praktisch“ sind, zeigte der hintergründige Humor der Kabarettistin Uta Rotermund, die den informationsreichen und unterhaltsamen Vormittag abrundete. Stefan.Grothues@
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