Förderung genehmigt: Meilenstein für Brunnenprojekt des Ghanakreises
OTTENSTEIN. Sauberes Wasser für über 16 000 Menschen in Bulenga-Chaggu – dem Ghanakreis St. Georg ist jetzt ein riesiger Vorstoß für sein Trinkwasserprojekt gelungen. Die Ottensteiner Hilfsorganisation verdankt der nimmermüden Spendenbereitschaft der Bürger sehr viel. Für das ehrgeizige Vorhaben, 15 Brunnen in Ghana zu finanzieren, holte der Verein sich jetzt auch staatliche Unterstützung.
Margit Schuler und Wolfgang Platen (ARAG-Betriebsratsvorsitzende) übergaben Moustapha Baldé einen 5000-Euro-Scheck.
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Von den Gesamtkosten von 72 497 Euro übernimmt das Ministerium 75 Prozent (54 373 Euro). Den Rest finanziert der Ghanakreis in Eigenleistung aus Spenden. Die Partnergemeinde St. Augustine in Bulenga-Chaggu besteht aus über 50 Dörfern, die großenteils ohne Wasserversorgung auskommen müssen. Die Mammutaufgabe „Brunnenbau“ koordiniert vor Ort der Gemeindepriester Father John Bosco Eledi in Zusammenarbeit mit dem Ottensteiner Ghanakreis.
Finanzieller Erfolg
Die Vereinsmitglieder zeigten sich von ihrem finanziellen Erfolg überrascht. „Wir hatten uns das Ziel gesetzt, jedes Jahr eine Brunnenbohrung zu finanzieren“, erklärt Marianne Jessing, zweite Vorsitzende des Ghanakreises. Einige Dörfer hätten so über zehn Jahre auf den Anschluss an Frischwasser warten müssen.
Durch die finanziellen Zuwendungen kann der Ghanakreis Dörfer wie Kparisaga oder Banaaha schnell mit unverseuchtem Wasser versorgen. Der Bau eines Brunnens kostet erwa 4800 Euro. „Wir hoffen, dass die Firma bis Juli die Brunnen gebohrt hat“, sagt Jessing. Dann beginnt die Regenzeit in Ghana, die die Bohrungsarbeiten dort unmöglich macht.
5000-Euro-Spende
Auch weiterhin sind Menschen in der Partnergemeinde gezwungen, krank machendes Wasser aus Tümpeln und Wasserlöchern zu trinken. Der Ghana-Kreis hofft, in Zukunft auch hier helfen zu können, ist dabei aber auf die Unterstützung vieler angewiesen. So wie des Versicherers ARAG. Zum dritten Mal spendeten Mitarbeiter 5000 Euro an den Ghanakreis. Die Summe kam durch die Solidaritätsaktion „Mitarbeiter helfen Mitarbeitern“ zusammen.

















