"So schön wie noch nie"
Ahaus Das Glück ist zerbrochen, dahin die Hoffnung auf eine Zukunft zu zweit. Eng aneinander gekuschelt hocken Kinder und Erwachsene auf den niedrigen Holzbänken vorm Schloss, atmen die nach Holzfeuer und Glühwein duftende, kalte Luft und lauschen gebannt dem hellen Sopran. Ausgerechnet traurige Liebeslieder stimmen aufs Fest der Liebe ein - stimmungsvoller als manches "Jingle Bells".
Wieder dabei: Krippenbauer Norbert Brügging.
- Schüler geben Computerkurs Senioren lernen von Junioren
- Lage der Teilfläche geheim Bürgermeister spricht über Pläne des Zweckverbands
- Blutprobe angeordnet Polizei stellt bei Autofahrer Marihuana sicher
- Tennis in Stadtlohn Heribert Kampshoff besetzt den Schiedsrichter-Stuhl
- Fußball in Ahaus Fairplay-Gedanken beherzigt
"So schön wie in diesem Jahr war es auf dem Ahauser Weihnachtsmarkt noch nie." Der, der das sagt, muss es wissen: Norbert Brügging aus Ottenstein ist als Krippenbauer Experte für Vorfreude aufs Fest - und das schon seit Jahren. Aber auch Neulinge auf dem Ahauser Markt sind begeistert wie das Ehepaar Sobiech aus Rheine, das Glaskunst aus dem eigenen Hobbykeller anbietet: "Die Atmosphäre ist einladend - kein Wunder vor dieser herrlichen Kulisse", stellt Brigitte Sobiech fest mit einem Blick auf das Barockschloss nur wenige Meter von ihrer Holzhütte entfernt. Das honorieren auch die Besucher, die sich gestern Nachmittag vor ihrem Stand nur so drängen - darunter auch Lisa Marie, die neugierig die gläsernen Engel hoch über ihrem Kopf mustert. Wie alt sie ist? Der Bruder antwortet: "Drei, aber bald vier - einen Tag vorm Christkind".
Was das Christkind bringen soll? Michelle, Janina und Lyn, die sich am Holzfeuer die klammen Hände wärmen, wissen es genau: "Ein Handy", rufen die Drei wie aus einem Mund. Nur Noah hätte gerne eine Computerspielkonsole.
So etwas gibt es nicht auf dem Ahauser Markt - dafür aber jede Menge Weihnachtsbaumschmuck, Dekoartikel, Kerzen - und Mistelzweige: Der Saarländer Hermann Schneider bietet das Grün an. "Man hängt es über die Haustür", erklärt er den keltischen Brauch. Das bringe Glück "und bewahrt die Liebe". Die schöne Irin, von der die Münsteraner Band Dancing Willow vorne auf der Bühne singt, hat das wohl nicht beherzigt. sy-

















