Neue Schiedsrichter im Kreis: 30 Fragen bis zum Schiriamt
HEEK / KREIS Kann aus einem Abstoß direkt ein Tor erzielt werden? Auf den Prüfungsbögen der 40 Schiedsrichter-Anwärter gibt es trotz der vier Alternativen nur eine Antwort: Ja!
Kreisschiedsrichter-Lehrwart Günther Ostendorf (Stadtlohn; r.) und Ludger Hollstegge (Dülmen; 2. v. r.) sowie die Verbandsschiedsrichter Hendrik Titz (FC Ottenstein; l.) und Daniel Fischer (SpVgg Vreden; 2. v. l.) zeigten sich mit den Prüfungsergebnissen des Anwärter-Lehrgangs zufrieden.
(Foto: Mathmann)30 solcher Fragen aus dem 17teiligen Regelwerk des Fußballs werden den künftigen Spielleitern am Prüfungstag in Heek serviert. Dabei zählt der oben angeführte Fall (Regel 16: Abstoß) noch zu den "einfacheren" Fragen, wie Kreisschiedsrichter-Lehrwart Günther Ostendorf (DJK Stadtlohn) eingesteht. "In den 17 Regeln steckt manch knifflige Angelegenheit, die unsere Anwärter zu lösen haben", meint er.
Schulungsabende Aber: An sieben Schulungsabenden hat Ostendorf zusammen mit seinem Lehrwart-Kollegen Christoph Dastig (DJK Coesfeld), dem Vorsitzenden des Kreisschiedsrichter-Ausschusses, Willy Westphal (GW Nottuln), und dessen Vertreter Manfred Nieland (FC Ottenstein) die Kandidaten nicht nur auf diesen Prüfungs-Kanon vorbereitet."Wir haben ihnen die Basis gegeben als Rüstzeug für das küpnftige Schiedsrichteramt. Weiter- und fortbilden müssen sie sich an den monatlichen Schulungsabenden und in der Praxis", betont Ostendorf.
Gleich 40 Kandidaten hatten sich für den jüngsten Lehrgang angemeldet - so viele, wie nie zuvor, meint Westphal. 16 davon sind erst 14 und 15 Jahre alt: "Wir haben erstmals die Altersgrenze auf 14 Jahre abgesenkt, um auch junge Talente zu entdecken", fügt er hinzu.
Aber diese jungen Schiedsrichter würden nicht "allein gelassen und ins kalte Wasser geworfen", betont Westphal: "Den jungen Schiedsrichter-Kollegen stellen wir erfahrene Schiedsrichter als Betreuer zur Seite. Oder aber Betreuer aus deren Verein, die auch gleich das Fahrproblem lösen könnten."
Die 17 Fußball-Regeln, Gewalt-Prävention, Spielbericht und administrative Aufgaben (Spieleinteilung, Aufbau Fußballkreis, etc) wurden den Anwärtern im theoretischen Teil vermittelt. Auf den praktischen Prüfungsteil haben sie sich indes in Eigenregie vorbereiten müssen - 1000 Meter in 5:30 Minuten, 50 Meter in 8,60 Sekunden und 100 Meter in 16,8 Sekunden: Der Leistungsfähigkeits- und Fitnesstest stellte eine weitere Hürde auf dem Weg zum "Amt an der Pfeife" dar.
Sechs Fehler im Fragebogen waren gerade noch erlaubt - 38 Kandidaten blieben unter dieser Marke, zum Teil deutlich.
Die neuen Schiedsrichter: Frank Artmann (ASC Schöppingen); Sabri Bayraktar (TSV Ahaus); Christian Büsker (TG Almsick); Dominik Chmielek (SV Heek); Luca Eichholz (SuS Stadtlohn); Christine Elizabeth Gehres (Arminia Gronau); Alexander Gericks (FC Oeding); Frederic Giesberts (GW Nottuln); Joel Görnt (SV Heek); Viktor Graw (SpVgg Vreden); Merve Gürbüz (Arminia Gronau); Henrik Jasper (GW Hausdülmen); Christian Jelges (SuS Stadtlohn); Christian Kampshoff (SpVgg Vreden); Timo Kappius (DJK Coesfeld); Tobias Knoblich (SF Merfeld); Simon Krause (FC Ottenstein); Tobias Kural (Vorwärts Gronau); Brandon Kural (Vorwärts Gronau); Jens Leifeld (Westfalia Osterwick); Marcel Lieske (FC Oeding); Janine Mauritz (Union Wessum); Felix Mensing (RW Nienborg); Tim Rathmer (SuS Stadtlohn); Nadine Rickert (Union Wessum); Simon Rösgen (SV Gescher 08); Frederic Schmidt (DJK Coesfeld); Christian Schmidt (Arminia Gronau); Patrick Schmitz (SC Südlohn); Sven Schüller (DJK Coesfeld); Maik Tenbrink (SV Heek); Justus Terhalle (FC Ottenstein); Patrick Terhürne (SuS Stadtlohn); Ersin Ustaoglu (TSV Ahaus); Frank Wendtland (Union Wessum); Philipp Wesseler (FC Ottenstein); Marcus Wilson (FC Oeding); Benedikt Wissing (SpVgg Vreden).

















