SuS Stadtlohn: Die Strafe war zu hart
STADTLOHN. "Die Strafe für meine Mannschaft war einfach zu hart, denn sie hat sich in Lippstadt nicht schlecht verkauft" - Frank Bajorath und die Westfalenliga-Fußballer des SuS Stadtlohn mussten sich am "Waldschlösschen" nach fünf Siegen in Serie gestern mit 1:2 (1:0) geschlagen geben.
Im Hinspiel im September 2010 hatten SuS-Torhüter Christoph Fork (r.) und sein Verteidiger-Routinier Mathias Uphues (Mitte) gegen SV Liuppstadt noch mit 3:1 die Oberhand behalten - gestern gab es im Rückspiel eine bittere 1:2-Niederlage (Bernhard Mathmann)
In Lippstadt könne jede Mannschaft "auch mal verlieren", meinte der SuS-Trainer - eine solche Niederlage aber, wie sie seine Mannschaft bezog, sei schon fast tragisch zu nennen: Ein Foulelfmeter in der 83. Minute hatte den Gastgebern den Ausgleich beschert und in der 87. Minute erst war der SuS in Rückstand geraten.
Verloren hatte er zu dem Zeitpunkt das Spiel aber noch nicht, denn in der Schlussminute sollte eine Aktion für große Emotionen im SuS-Lager sorgen. Markus Krüchting hatte sich in der 90. Minute von seinem Gegenspieler gelöst und hatte geradewegs den Kurs auf den durchaus möglichen 2:2-Ausgleich eingeschlagen, als er an der Strafraumecke von einem Lippstädter Verteidiger zu Fall gebracht wurde. "Ein klares Foulspiel und ebenso klarer Elfmeter", urteilte Bajorath unisono mit seinem Lippstädter Kollegen Daniel Farke. Doch der Unparteiische Max Dering (Bielefeld) versagte den Stadtlohnern den Strafstoß. "In dieser Situation hätte meine Mannschaft den Lohn einstreichen können, den sie sich durch engagierte 90 Minuten verdient hatte", ärgerte sich der SuS-Trainer.
Denn über weite Strecken des "engen Spiels" hatten die Gäste mehr als einmal die Chance, das vom Ex-Bielefelder Fichte-Keeper Holger Peterhanwahr gut gehütete Tor zu treffen - in der 18. Minute hatte Krüchting seinen zwölften Saisontreffer angebracht und seine Elf auf Kurs bestoßen. Vorher und auch nachher hatte der Torjäger weitere Möglichkeiten gehabt, sein Torkonto zu erhöhen: In der zehnten Minute kam er auf dem tiefen Platz einen "Tick" zu spät im Zweikampf mit dem Keeper, in der 44. Minute klatschte sein Schuss an den Pfosten. André Hippers (48.) und Niklas Hilgemann (60.) hätten den sechsten Seriensieg leicht einstielen können.
Die Gastgeber indes entfachten nach einer Stunde Spielzeit und zwei von Torjäger Viktor Maier vergebenen Chancen einen enormen Druck auf das SuS-Tor. Und ein Strafstoß von Maier (83.) und ein unhaltbarer Flachschuss des Torjägers (87.) besiegelten die Niederlage für den SuS - und eben der nicht gegebene Elfmeter.

















