Schließungs-Gerüchte dementiert: Opel-Betriebsrat zeigt sich kämpferisch
BOCHUM Die neuen Gerüchte über eine mögliche Schließung des Bochumer Opelwerkes beunruhigen den Betriebsrat nicht wirklich. Derartige Aussagen gebe es in regelmäßigen Abständen, sagt der Vorsitzende Rainer Einenkel. Doch auch er will Klarheit.
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Bochum oft in Diskussion
Das verhindert aber aus Sicht von Rainer Einenkel nicht immer neue Diskussionen um verschiedenste Standorte in Europa. Auffällig oft ist dabei allerdings das Bochumer Werk vertreten. Dazu kommen vor allem aus den USA Nachrichten, die den Schließungsgerüchten Vorschub leisten. Eine von Morgan Stanley (US-Bank) Ende 2011 veröffentlichte Studie zu General Motors ist gar mit einem deutschen Titel „Opel 2.0: Auf Wiedersehen?“ überschrieben.
Der Bochumer Betriebsrat richtet deshalb den Blick vor allem auf die Forderungen von Aktionären: „Wenn sie mit der Gewinnmarge nicht zufrieden sind, wird nach brutalen Lösungen gesucht“, sagt Rainer Einenkel im Gespräch mit unserer Zeitung. Er gibt sich aber gewohnt kämpferisch: „Wir lassen uns unser Werk nicht schließen.“ Dabei pocht er vor allem auf bestehende Verträge. „Sie müssen eine Wertigkeit haben.“ Einen weiteren Aspekt bringt der DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund in die Diskussion ein.
DGB verweist auf Fortschritt
Er verweist auf die Milliardengewinne von GM in 2011. Um die Zukunft von Opel in Europa zu sichern, solle sich der Konzern lieber Gedanken machen über neue Produkte und Moden – „auch im Bereich der Elektromobilität“. Außerdem fordert er eine Aufhebung der Exportbeschränkungen. Opelmodelle sollten auch in Asien oder Osteuropa verkauft werden dürfen.
Jetzt gehe es darum, „dass die Kollegen in Ruhe arbeiten können.“ Und hohe Qualität abliefern. Schließlich will Bochum richtig gute Argumente für eine zumindest mittelfristige Perspektive liefern.
Noch keine Entscheidung gefallen ist im Konzern, wo die nächste Astra-Generation gebaut wird. Eine Reihe von Standorten bewirbt sich um das Volumenmodell. So auch Bochum. Hier läuft in größeren Stückzahlen ausschließlich der Astra vom Band. Für die Zukunftssicherung ist es aber notwendig, dass auf Dauer ein zweites Modell von den Bochumer Bändern läuft. Eine Entscheidung soll voraussichtlich im Laufe des Jahres fallen.
























