Stadt erteilt Informationen: Wie viele wollen wirklich die Gesamtschule?
EMSDETTEN Der Fragenkatalog von Eltern und Schülern zur Schullandschaft der Zukunft in Emsdetten ist lang. Einige Antworten wird die Stadt am Dienstag ab 19 Uhr im Bürgersaal geben. Vor allem soll der Bedarf an Gesamtschulplätzen abgetastet werden. Eine Elternbefragung schließt sich an.
Entsteht hier an der Geschwister-Scholl-Schule eine Gesamtschule? Das bleibt weiterhin fraglich. (Foto: Archiv)
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Bekommt Emsdetten die gewünschte Gesamtschule? Und wenn: Wird sie auf Diemshoff entstehen, im Gebäude der Scholl-Schule oder an der Bergstraße, wo die Marienschule steht? Wird die Annette-Förderschule eine Tages aufgelöst, weil die Inklusion greift, und könnten die Räume auf Diemshoff einer möglichen Gesamtschule zugeschlagen werden? Was würde aus den Räumen der Hauptschule? Gefährden solche Pläne sogar das Gymnasium? Oder wird am Ende doch aus der Hauptschule eine Sekundarschule?
Den Bedarf ermitteln
Fragen über Fragen, die am Dienstagabend von Eltern auf den Tisch kommen. Die Stadt will im Gegenzug von den Erziehungsberechtigten erfahren, ob sie sich vorstellen könnten, ihre Kinder an einer Gesamtschule anzumelden. Der Rat hat sich bekanntlich für diese Schulform entschieden, hinter der Zustimmung der Bezirksregierung steht aber ein Fragezeichen. Zu allen Schritten zur Gründung einer Gesamtschule in Emsdetten gehört allen voran die Bedarfsermittlung.
Die Vorgaben
Nach den Vorgaben des Schulgesetzes muss die Stadt nachweisen, dass in den ersten Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens 100 Kinder jährlich an der geplanten Gesamtschule angemeldet werden.
Am Dienstag um 19 Uhr sind Eltern von Kindern, die aktuell das zweite oder dritte Schuljahr besuchen, von der Stadt zu einer Infoveranstaltung bei Stroetmanns eingeladen. Natürlich sind auch alle anderen Eltern willkommen oder solche, die es werden wollen und deren Kinder zu einem späteren Zeitpunkt von dem Schulangebot profitieren.
Fusion geplant
Die Politik hatte sich nach Rückkopplung mit allen weiterführenden Schulen im Spätherbst festgelegt, Marien- und Geschwister-Scholl-Schule zu einer Gesamtschule fusionieren zu wollen. Das ist kompliziert, denn andere Kommunen waren schneller: In Greven und Ibbenbüren wurden neue Gesamtschulen genehmigt, Hörstel hat eine beantragt. All das hat Auswirkungen auf die bestehenden Gesamtschulen in Nordwalde, Rheine und Saerbeck. Die könnten mehr Schüler aus Emsdetten aufnehmen. Zudem dürfen durch die Gründung einer weiteren Gesamtschule in Emsdetten andere nicht im Bestand gefährdet werden.
All diese Fragezeichen müssen bei der Bezirksregierung ausgeräumt werden, um dem Gesamtschulstandort Emsdetten näher zu kommen. Wenn das nicht gelingt, müsste sich die Stadt mit der Sekundarschule anfreunden oder alles beim alten belassen.
















