Landwirt in Haft: 700 Hanfpflanzen gedeihen in Averbecker Scheune
HEEK Eigentlich haben die Kripobeamten aus Münster in einer die Betrugssache ermittelt, als sie einem 33-jährigen Heeker einen Hausbesuch abstatteten. Dass sie dabei eine Cannabis-Plantage entdeckten mit rund 700 Pflanzen, werten Polizei und Staatsanwaltschaft als glücklichen Zufallsfund – Pech für den Averbecker Drogenbauern, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt.
Als »professionell« haben Polizei und Staatsanwaltschaft diese so genannte »Indoor-Plantage« bezeichnet. (Foto: Polizei)
Oberstaatsanwalt Wolfgang Schweer und die Vertreter der Kreispolizeibehörde sprechen in einer gemeinsamen Presseerklärung von einer „professionell geführten“ Plantage.
Pflanzen in Töpfen
Fotos, die die Polizei in der einstigen Scheune in Averbeck gemacht hat, belegen diesen Eindruck: Auf Meter langen Tischen stehen unter Lampenreihen Pflanzen in Töpfen eng nebeneinander – sortiert nach unterschiedlichen Wachstumsstadien. Sieben Kilogramm erntefrisches Marihuana und größere Mengen Marihuanaabfälle haben die Kripobeamten bei der Durchsuchung sichergestellt – deutliche Indizien, die darauf schließen lassen, dass der Tatverdächtige nicht nur im großen Stil die Pflanzen gehegt und gepflegt hat – was ja auch schon illegal ist –, sondern zudem noch veräußert hat.
Gegen den Betreiber der Anlage hat die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren wegen illegalen Handels und Anbaus von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge eingeleitet. Bereits am Dienstag wurde der 33-Jährige in Ahaus dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete. Die Ermittlungen dauern an.















