Heek-West: Grundstück für Verzinkerei
HEEK/STADTLOHN Das Stadtlohner Unternehmen Lichtgitter plant den Bau einer Verzinkerei im Gewerbegebiet Heek-West. Wie Bürgermeister Ulrich Helmich gestern auf Anfrage bestätigte, hat die Gemeinde Heek dem in dritter Generation geführten Familienbetrieb, der zu den führenden Herstellern von Gitterrosten in Europa gehört, die 30 000 Quadratmeter große Industriefläche neben dem Regenrückhaltebecken verkauft.
Heute ist das Grundstück im Industriegebiet noch Acker. 2013 könnte darauf eine Verzinkerei entstehen. (Fto: Sylvia Lüttich-Gür)
Sobald das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren beendet ist, könnte Lichtgitter mit dem Bau beginnen – wenn alles wunschgemäß läuft bereits 2013. Nicht nur für das Unternehmen ein neuer Start: „Wir erhoffen uns zusätzliche Arbeitsplätze – wie bei jeder Erweiterung und Neuansiedlung“, so Helmich.
„Genehmigung abwarten“
Noch hält sich das Unternehmen mit konkreten Angaben zu seinen Expansionsplänen zurück. „Die Genehmigung steht noch aus“, begründet Alexander Terhörst, Leiter der Verzinkerei in Stadtlohn. Er bestätigt aber, dass es sich um eine Erweiterung handelt und keine Verlagerung.
Der Bau einer zusätzlichen Betriebsstätte wäre in Stadtlohn, wo das Unternehmen zuletzt 2001 eine moderne Lohnverzinkerei errichtet hatte, nicht möglich gewesen. „Hier am Stammsitz können wir uns nicht mehr erweitern“, hatte Dirk Schuchardt, Geschäftsführer der Firma Lichtgitter, vor wenigen Tagen im Gespräch mit der FDP-Bundestagsabgeordneten Claudia Bögel erläutert, „wir grenzen direkt an ein Wasserschutzgebiet“. In Heek hat das Unternehmen ein Grundstück gefunden, in dem es solche Einschränkungen nicht gibt – statt dessen aber noch Reservefläche für spätere Erweiterungen am gleichen Standort. Die planerischen Voraussetzungen für den Bau seien in dem Industriegebiet nahe der Autobahn 31 gegeben, erklärt Bürgermeister Helmich. Lediglich eine geringfügige Anpassung im Bebauungsplan sei nötig, da die dort festgelegte Gebäudehöhe nicht ganz ausreiche.
Betriebsbesichtigung
In der zweiten Jahreshälfte 2011 hätten die Gemeinde und das Unternehmen angefangen, „sehr konstruktive, von wechselseitigem Vertrauen getragene Gespräche“ über die Erweiterungsabsichten in Heek zu führen, blickt Helmich zurück.
Ein Teil des Rats habe auch den Lichtgitter-Stammsitz in Stadtlohn besucht, um sich über die Arbeitsabläufe in der Verzinkerei zu informieren. Die Einhaltung von Standards, die „deutlich über den gesetzlichen Vorgaben“ lägen, hätten ihn und die anderen Kommunalpolitiker überzeugt, ergänzt er.















