Kirchenkonzert in Heek: Kreuz in den Mittelpunkt gerückt
HEEK. Das Konzert ist gerade eine halbe Stunde alt, als Thomas Lischik an der Seifert-Orgel in der St.-Ludgerus-Kirche nachdenkliche, teils düstere Klänge durch den Kirchenraum schickt. Seine Improvisation zum Heeker Kreuzlied lässt die Besucher aufhorchen.
Horst Rapp am Horn begleitet den Kirchenmusiker Thomas Lischek an der Seifert-Orgel von St. Ludgerus. (Foto: Helmut Schwietering)
Thomas Lischik gelingt es in dieser Improvisation die eigentliche Aussage des Liedtextes wieder in das Bewusstsein zu rufen. In diesem geht es um mehr als um eine altes heimatliches Kirchenlied, bei dem alle kräftig mitsingen: Das Gnadenkreuz hat seit Jahrhunderten eine zentrale Bedeutung in der Gemeinde. Durch seinen Vortrag rückt der Ochtruper Kirchenmusiker die Aussage dieses Liedes und somit das Kreuz wieder in den Mittelpunkt. Zwischendurch drückt er durch die Wahl hellerer Register auch den Glauben und die Hoffnung aus, dass der Tod nicht das Ende ist.
Anschließend stimmt die Gemeinde ein und singt drei Strophen gemeinsam mit der Orgel – bestimmt noch bewusster als sonst. Somit darf diese Improvisation durchaus als Höhepunkt, als die zentrale Botschaft des Konzerts angesehen werden. Begleitet wird Lischek am Horn von Horst Rapp. Beide Musiker zeigen sich in bester Spiellaune und harmonieren wunderbar bei ihren gemeinsame Vorträgen. Auch eigene Kompositionen hat Lischek in das Programm eingebaut.
Triumphmarsch
Das Konzert beginnt mit dem als Triumphmarsch bekannten „Trumpet Tune“ von Henry Purcell, gefolgt von der Hymnenbearbeitung Vexilla regis prodeunt, in der ebenfalls das Kreuz im Mittelpunkt steht. Weitere Werke reihen sich nahtlos in das Programm ein. Unter anderem erklingen Werke von Henry Purcell, Wolfgang Amadeus Mozart, John Bull, Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann.
Alte Psalmmelodien, Choralbearbeitungen und auch weltliche Romanzen dieser Komponisten runden das Programm ab. Mit der Auswahl der Werke gelingt es den Musikern, die Thematik der Kreuzwoche aus verschiedenen Blickwinkeln darzustellen, denn viele Stücke haben einen direkten Bezug dazu.
Den hochverdienten Applaus heben sich die Konzertbesucher für den Schluss auf. Nach einer Zugabe endete das etwa einstündige Konzert und schickt die Besucher mit tiefen Eindrücken nach Hause.















