Konzert: Niederländischer Chor zu Gast
HEEK In der Reihe der kirchenmusikalischen Veranstaltungen stand am Sonntag eine Chorandacht in der Ludgerus-Kirche auf dem Programm. Dazu war ein Chor aus dem niederländischen Losser gekommen- und begeisterte die Zuhörer.
Paul Kempers leitet den Chor mit 26 Sängern in der St. Ludgerus Kirche. (Foto: Bernhard Gausling)
Dabei zeigte sich für das Publikum eindrucksvoll: Musik überwindet Grenzen – Landesgrenzen und Sprachgrenzen –, und sie verbindet Menschen miteinander. So erklangen russisch- und englischsprachige Gesänge, lateinische, deutsche und niederländische Lieder. Die Gesänge aus der russisch-byzantinischen Liturgie ließen die religiös geheimnisvolle Atmosphäre dieses Gottesdienstes lebendig werden.
Melodien werden zum Gebet
Es entstand von Anfang an eine erwartungsvolle und andachtsvolle Stille der Zuhörer. Besonders beeindruckten die Solisten als negrospirituals erklangen. Bekannte Lieder wie „Steal away“, „Deep river“ oder „Nobody knows the trouble I’ve seen“ ließen die Kraft spüren, die von Text und Melodie dieser Glaubenslieder ausgehen.
Lateinische Gesänge wie „Gaude Mater“ (13. Jahrhundert) „Populus meus“, so einfühlsam und präzise dargeboten, ließen erleben: „Musik überwindet Jahrhunderte und schafft den Bezug zu anderen Glaubenszeiten.“ Durch den Chorgesang wurden die Melodien zum Gebet. Von der Begegnung Gottes in der Natur, beim Morgenrot und bei tiefem Frieden handelten die deutschen und niederländischen Gesänge.
Eine gute Mischung
Passend zum Angelusgeläut der Ludgeruskirche erklang abschließend „Avondklokken“. Trotz der in ihrem Charakter sehr verschiedenartigen Chorgesänge war die Chorandacht ein faszinierendes Ganzes. Sie lässt sich mit dem Chorsatz aus dem Programm von Dimitri Bortniansky zusammenfassen: „Tebe pojem – Zu dir singen wir, dich verherrlichen wir und danken dir. “















