Sopranistin Evelyn Ziegler: Ohrenschmaus zur Fastenzeit
HEEK Mit ihrer wohlklingenden Stimme berührte Sopranistin Evelyn Ziegler bei der kirchenmusikalischen Andacht zur Fastenzeit das Publikum in der Heeker Ludgerus-Kirche.
Sopranistin Evelyn Ziegler. (Foto: privat)
Anschließend stimmte die Gemeinde in die zuvor gehörte Melodie, auch bekannt unter „O Haupt voll Blut und Wunden“, ein. Darauf folgten die ersten beiden Solostücke der Sopranistin in Begleitung der Querflötistin Christiane Hilbring „So nimm denn meine Hände“ von Silcher sang sie so bewegend, dass sogar einigen Zuhörern die Tränen kamen. Das Ave verum von Vierne riss die Zuhörer durch seine romantischen Harmonien in den Bann.
Österlicher zweiter Teil
Im Anschluss daran interpretierte Hubert „Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ“ von Bach mit einer traditionellen Registrierung, in der die Imitation einer Streicherbegleitung in der linken Hand gut hervortrat. Der zweite Teil der Andacht war eher österlich geprägt: So sang Ziegler „Ich bete an die Macht der Liebe“, was eine Gänsehautatmosphäre in der Kirche verursachte.
Auch im folgenden moderen Lied „Gott ist Liebe“ von Johannes Matthias Michel, das 2001 komponiert wurde, konnte Ziegler gefühlvoll die Botschaft des Textes dem Publikum übermitteln. Ungewohnte, langsame Harmoniefolgen und das perfekt abgestimmte Zusammenspiel von Sängerin Ziegler, dem Querflötisten Kamaran Tawfiq und dem Organisten machten dieses Stück besonders reizvoll, dem die Zuhörer mit absoluter Stille folgten.
Höhepunkt der kirchenmusikalischen Andacht
Tawfiq spielte darauf sehr ausdrucksstark und virtuos die Fantasie in e-Moll für Soloflöte von Telemann. Bereichert wurde die Andacht auch durch Gebete und Texte von Pfarrer Josef Leyer, die genau auf die Musik abgestimmt waren. Als Höhepunkt der kirchenmusikalischen Andacht standen die Werke „Meine Seele hört im Sehen“ von Händel und „Schafe können sicher weiden“ von Bach auf dem Programm, bei dem alle Beteiligten mitwirkten.
Belohnt wurden die Musiker mit herzlichem Applaus und stehenden Ovationen. Ein Ohrenschmaus, der viel zu schnell verging…















