Nester in Kirchhellen: Jetzt können die Störche kommen
KIRCHHELLEN Wenn die Störche in ein bis zwei Monaten aus südlichen Gefilden zurückkehren, sollten sie unbedingt einen Abstecher nach Kirchhellen machen. Denn dort wurden ihnen nun zwei Nester aufgestellt.
Die 4b der Gregorschule begutachtete die beiden Storchennester, bevor sie aufgestellt wurden. Jule Stefan durfte im Nest sogar einmal probesitzen. (Foto: Berthold Fehmer)
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Nest vom Dorf aus sehen
Das andere Nest soll im Bereich der Dringenburg seinen Platz finden – vielleicht in der Nähe des Teiches, so der stellvertretende Bezirksbürgermeister Bernhard Steinmann. Ein Standort an der Fußgängerbrücke zur A 31 war aufgrund der Autobahnnähe abgelehnt worden. „Man sollte das Nest aber vom Dorf aus sehen können“, wünscht sich Steinmann.
Störche brauchen 700 Gramm Futter am Tag
Warum die Nähe zum Wasser für Störche wichtig ist, das konnten die Viertklässler auf Tenhumbergs Frage, was Störche so fressen, beantworten. „Frösche, Mäuse, Insekten, Regenwürmer.“ Tenhumberg: „Und wie viel frisst ein Storch am Tag?“ Hier fielen die Antworten zögerlicher aus: „Drei Gramm?“ Tenhumberg schmunzelte: „Das wäre aber ganz schön wenig.“ 700 Gramm fresse ein Storch am Tag, und wenn ein Frosch rund 50 Gramm wiege, könne man sich vorstellen, wie viele ein Storch fangen müsse.
Nest in zwölf Meter Höhe
Dazu würde er an der Boye demnächst beste Bedingungen vorfinden. Vom zwölf Meter hohen Nest können die Störche genau beobachten, wer da so unter ihnen quakt. „Wie im Supermarkt“, müsse das für die Störche sein, so einer der Arbeiter der Firma SAG, die den Mast mit Nest aufgestellt haben. Zaler Bicer montierte sich die Steigeisen an die Füße, kletterte trotz Minustemperaturen und leichtem Schneefall nach oben und enthüllte das Nest.
Zahlreiche Helfer
Damit die Idee Tenhumbergs Wirklichkeit werden konnte, mussten zahlreiche Helfer einspringen. Die Materialien stammen vom Projekt „ELE packt an“. Förster Markus Herber vom Regionalforstamt Ruhrgebiet und die Waldjugend flochten die Weiden auf dem Gelände im Waldpädagogischen Zentrum zu Nestern mit 1,40 Metern Durchmesser zusammen, denen Birkenstämme als Unterlage dienen. Das Stroh ließ Tenhumberg allerdings aus den Nestern entfernen: „Die Störche wollen manche Sache gerne selbst machen.











