Mordfall Yasemin: Freund hatte schlimme Vorahnung
LÜNEN/DORTMUND "Sie wird von einem Psychopathen bedroht. Ich fürchte um ihr Leben." Mit diesen verzweifelten Sätzen hatte sich der letzte Liebhaber der getöteten Lünerin Yasemin Tomak nach deren Verschwinden an die Polizei gewandt. Das wurde am Mittwoch am Dortmunder Schwurgericht bekannt.
Yasemin Tomak wurde im Januar 2011 ermordet. (Foto: privat)
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Sätze voller Sorge
Sie enthält Sätze voller Sorge, Verzweiflung und schlimmer Vorausahnung. „Yasemin wird seit sechs Monaten bedroht und hat mir öfter gesagt, wenn ich mich 24 Stunden lang nicht melde, dann ist mir etwas passiert“, heißt es in der E-Mail. „Jetzt ist es so weit. Ich habe keinen Kontakt mehr. Sie wurde entweder entführt, erschlagen oder ist tot.“
Am Abend des 23. Januar 2011 wurde der Zeuge selbst brutal zusammengeschlagen. Die Täter kamen mit Holzknüppeln. „Das Blut lief aus meinem Kopf wie aus einem Wasserhahn“, hatte der 43-Jährige in seiner ersten Zeugenvernehmung gesagt. Neben Platzwunden erlitt er komplizierte Gesichts- und Beinbrüche, musste inzwischen acht Mal operiert werden.
Dem mutmaßlichen Mörder Adem I., einem Ex-Geliebten von Yasemin Tomak, wird im Prozess vorgeworfen, die Lünerin als Bestrafung für ihre neue Liebelei zu dem Geschäftsmann gefesselt, verschleppt, zusammengeschlagen und erwürgt zu haben. Außerdem soll I. den Auftrag erteilt haben, ihren neuen Freund krankenhausreif zu prügeln.



























