Anmeldezahlen stabil: Saerbecker Gesamtschule weiter auf "Auswärtige" angewiesen
SAERBECK Greven und Ibbenbüren bekommen jeweils eine neue Gesamtschule (wir berichteten) – für Saerbeck ist dies aber kein Grund, die Schotten dicht zu machen und ausschließlich Kinder der eigenen Gemeinde auszuwählen oder Beförderungskosten „externer“ Schüler zu streichen.
(Foto: prf)
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"Beträchtliche Anmeldezahlen" aus Greven
Angesichts bislang „beträchtlicher“ Anmeldezahlen eben auch aus Greven dürfte man hier am einstigen Konzept sicherlich nichts umwerfen. Auf auswärtige Schüler ist man einfach angewiesen. Das mag einige Saerbecker Eltern irritieren. Muss es aber nicht. „Die Chancen für Saerbecker Schüler steigen da nun natürlich, auch wenn kein Mensch eine Garantie geben kann“, so Rektor Karl Watermann am Dienstag in der Sitzung des Schulausschusses. Denn die gleiche Schulform in nächster Nähe scheint für Eltern auf den ersten Blick zwar attraktiver.
Greven und Ibbenbüren aber haben ein Problem: Die Saerbecker Schule hat einen sehr guten Ruf, den müssten sie sich erst erarbeiten. Hier im Dorf sei man bislang „immer gut damit gefahren, den Elternwillen als höchste Entscheidung“ walten zu lassen, so Bürgermeister Wilfried Roos. Regulierend eingreifen müsse man da nicht.
Interesse bleibt scheinbar bestehen
Zudem habe man einige Anfragen Grevener Eltern schon erhalten; das Interesse bleibt also bestehen. Die Übernahme der Schülerbeförderungskosten nicht minder. Grundsätzlich entfällt die bestehende Verpflichtung zur Übernahme durch den Schulträger, wenn die Gesamtschulen in Greven und Ibbenbüren näher am Wohnsitz des Kindes liegen. Saerbeck zahlt aber gegebenenfalls auch freiwillig.
Die erwarteten Kosten schlagen im nächsten Jahr erneut mit 532 000 Euro zu Buche, so Kämmerer Guido Attermeier. Da könnte bei weniger Grevener und mehr Saerbecker Anmeldungen ja vielleicht noch etwas übrig bleiben. Allerdings droht auch ein Eigentor: Denn wenn um so mehr Schüler aus Tecklenburg, Lengerich oder dem Kreis Warendorf nach Saerbeck kämen, würde es wiederum deutlich teurer. Und die haben schließlich auch das gleiche Recht der freien Schulwahl.








