Krankenhaus Maria-Hilf: Der Kampf gegen die Krankenhauskeime
STADTLOHN Keime im Krankenhaus – dieses Thema ist nicht erst durch tragische Todesfälle dreier Säuglinge in Mainz in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Dabei wird in den Krankenhäusern durch ein Bündel von Maßnahmen Vorsorge gegen die Verbreitung der Krankheitserreger getroffen.
Oberarzt Jochen Fleeth ist zum hygienebeauftragten Arzt für das Krankenhaus Maria-Hilf in Stadtlohn bestellt worden. (Foto: privat)
Ihrer Verbreitung entgegen wirken, das kann im Ernstfall bei einer positiven Einstufung eine isolierte Unterbringung des Patienten zur Folge haben. Nur eine von vielen Maßnahmen, die zur Vorbeugung ergriffen werden: So ist es selbstverständlich, dass Eingriffe wie Operationen unter strikter Einhaltung geeigneter Hygienemaßnahmen durchgeführt werden, damit sie nicht als „Eintrittspforte“ für Krankheitserreger dienen.
Zur Routine gehört es in diesem Zusammenhang auch, dass bei bestimmten Personengruppen Abstriche vorgenommen werden. „Dazu gehören prophylaktisch beispielsweise Patienten, die aus Pflegeheimen kommen oder durch einen Pflegedienst betreut werden, aber auch Patienten, die in einem landwirtschaftlichen Betrieb leben oder arbeiten“, zeigt Fleeth einige der vorgegebenen Kriterien auf: „Wir erfassen rund 95 Prozent der Risikopatienten.“
Kommission gebildet
Neben den unmittelbar Verantwortlichen nimmt sich eine Hygienekommission des Themas regelmäßig an. Darüber hinaus werden Hygienepläne nach dem Infektionsschutzgesetz erstellt, regelmäßig in allen Bereichen des Krankenhauses mikrobiologische Untersuchungen durchgeführt und Begehungen vorgenommen, bei denen Stationen und Fachbereiche unter hygienischen Aspekten kontrolliert werden.
Nicht zuletzt arbeitet das Krankenhaus eng mit dem Gesundheitsamt und weiteren Institutionen zusammen.
























