Legion-Condor-Kämpfer: Grab als bleibende Mahnung
STADTLOHN Am Ende herrschte Einigkeit: Das Grab von Gerhard Imping, der als Soldat auf Seiten Nazideutschlands im spanischen Bürgerkrieg gekämpft und dort 1939 erschossen worden war, soll seinen Platz auf dem Stadtlohner Friedhof behalten – als bleibendes Mahnmal.
Gerd Imping starb im spanischen Bürgerkrieg - die Nazis nutzten seinen Tod propagandistisch aus. Sein Grab soll als mahnende Erinnerung erhalten bleiben. (Foto: Jessica Beck)
Damit folgte der Ausschuss einem Antrag des Stadtlohner Heimatvereins. Auch der Arbeitskreis Stadtlohner Geschichte 1933 bis 1945 hatte sich dafür ausgesprochen.
Für die Stadtverwaltung hatte Erster Beigeordneter Karlheinz Pettirsch noch einmal darauf verwiesen, dass ein Erhalt des Grabsteins als Mahnmal auch an anderer Stelle als dem Friedhof möglich sei. Die Pflege sei für die Stadt mit Aufwand verbunden. Dazu nahm Ludger Konrad (CDU) Stellung: Das Grab sei ein Zeitzeugnis wie es sie nur noch wenige gebe. Es sollte als Denkmal vor Ort erhalten bleiben, und der Heimatverein könnte gegebenenfalls anstelle der Stadt die Pflege übernehmen.
Zinksarg
Dr. Rüdiger Wichmann (FDP) brachte für seine Fraktion Zweifel vor, ob überhaupt eine andere geeignete Stelle für den Grabstein gefunden werden könnte. Zudem sei Imping 1939 in einem Zinksarg beigesetzt worden, der voraussichtlich noch erhalten sei. Auch das spräche dafür, das Grab auf dem Friedhof zu belassen und mit einer Tafel zu ergänzen.
Otger Harks (SPD) verwies auf den Zusammenhang mit dem Mahnmal für die Stadtlohner Bombenopfer nur wenige Meter entfernt: So sei ein Kontrapunkt zum Grab des Legion-Condor-Kämpfers vorhanden, der das mahnende Erinnern an die Diktatur vertiefen könnte.
Nicht durchsetzen konnte sich Wolfgang Homann (UWG) mit seinem Vorschlag, die Inschrift vom Grab zu entfernen. In ihr wird der soldatische „Heldentod“ verklärt.












