Interview: Ludger Stienen bereitet den Fietsensonntag vor
STADTLOHN / SÜDLOHN Ein Fahrrad-Großereignis kommt in diesem Sommer auf die Region zu: der Fietsensonntag am 18. Juli. Thorsten Ohm sprach mit Ludger Stienen, der beim Kreis Borken für die Organisation verantwortlich ist, über die Hintergründe und Ziele der besonderen Aktion, die Jung und Alt zum gemeinschaftlichen radeln zwischen Borken, Gemen, Weseke, Südlohn und Stadtlohn einladen will.
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Stienen: Wir möchten ein jährliches Fahrradevent von überörtlicher Bedeutung und mit Strahlwirkung schaffen. Dabei soll an diesem Tag freie Fahrt für Radfahrer herrschen, für Freizeitradler ebenso wie für Familien und Gruppen.
Wie lässt sich das praktisch umsetzen?
Stienen: Wichtig ist, dass das Fahren auf einer abgesperrten Streckenführung erfolgt. Auf Nebenstraßen erschließt sich so allen die reizvolle Landschaft.
Bunte Rahmenveranstaltungen
Müssen sich die Teilnehmer dafür anmelden und eine bestimmte Strecke zurücklegen?
Stienen: Nein, die Startzeit und der Endpunkt auf der Strecke sind frei wählbar. Zusätzlichen Anreiz sollen die Rahmenveranstaltungen an den vier Orten auf der Strecke geben. In Gemen, Weseke, Südlohn und Stadtlohn gibt es jeweils ein eigenes Rahmenprogramm mit Informationsangeboten, Verpflegungsmöglichkeiten und auch mit Unterhaltung.
Was macht die Teilnahme außerdem interessant?
Stienen: Die Möglichkeit, die Landschaft in Ruhe zu erleben, ist schon etwas Besonderes. Die Sperrung der Streckenabschnitte bringt Sicherheit für die Teilnehmer. Polizei und viele Helfer werden uns dabei unterstützen. Die klare Wegweisung und die Bündelung der Aktivitäten in den Ortszentren setzen sicherlich weitere positive Schwerpunkte.
Überall soll eine Bühen stehen
Wer organisiert die kleinen Fahrradfeste in den jeweiligen Orten?
Stienen: Da haben wir in den örtlichen Marketings sehr konstruktive Partner. Es wird überall etwas los sein. Das Angebot kann von Ständen von Touristikunternehmen oder Krankenkassen bis hin zu interessierten Verein und Verbänden oder Firmen reichen, die das Thema Fahrrad aufgreifen. Und auch Musik ist möglich, denn es sollte überall eine Bühne stehen.
Steht denn das jeweilige genaue Programm schon?
Stienen: Die Vorbereitungen laufen jetzt an. Sicherlich können sich noch weitere Interessierte vor Ort einbringen.
Vorbilder für dei Aktion
Stienen: Ja, beispielsweise das „Sattelfest“ zwischen Hamm und Soest, an dem allein im zweiten Jahr 45000 Teilnehmer mitgemacht haben, oder die „Tour de Ahrtal“.
Wie lang ist die Strecke?
Stienen: Wer einmal die ganze Strecke fährt, ist 22 Kilometer unterwegs. Aber wie gesagt: Das kann sich jeder aussuchen. Denn an diesem Tag gibt es auch ein verstärktes Angebot von Fietsenbussen. Damit können alle Interessierten aus dem Kreis problemlos zur Strecke und wieder nach Hause kommen, wenn sie nicht den ganzen Weg radeln wollen.
Kreis als fahrradfreundliche Region
Wie würden Sie die Chancen beschreiben, die im Fietsensonntag liegen?
Stienen: Es ist ein zusätzliches Ereignis für die Bürger ebenso wie für Touristen. Es macht die Region bekannt, animiert zum Radfahren und präsentiert den Kreis als fahrradfreundliche Region. Wir rechnen an diesem Tag mit mehreren tausend Teilnehmern.


















