Pläne am Hövel abgespeckt
Stadtlohn Neue Pläne für den Hövel: Der Investor HBB plant einen Verbrauchermarkt - wesentlich kleiner als das zuerst vorgesehene Einkaufszentrum und mit einem deutlichen Zuwachs an Parkplätzen.
Die Einfahrt für das künftige Einkaufszentrum am Hövel soll sich nach den ersten Vorstellungen der Planer dort befinden, wo sie auch jetzt schon ist: an der Burgstraße. Der große Baum links davon soll möglichst erhalten bleiben. Ohm
Am Mittwochabend hat der Stadtlohner Bauausschuss das Großprojekt aufs Gleis gebracht: Nachdem die Investoren ihre Pläne vorgestellt hatten, empfahl er einstimmig dem Rat, den Aufstellungsbeschluss zu fassen.
Der neue Markt soll direkt an die Schäferspassage andocken. "Das ist für uns sehr wichtig, damit es vom Parkplatz aus nur einen zentralen Eingang gibt", so Reinhard Mussehl von der HBB, die bereits zahlreiche ähnliche Vorhaben in Deutschland verwirklicht hat. Als Betreiber ist Edeka Rhein-Ruhr mit im Boot: Als Vollsortimenter mit Schwerpunkt auf frische Lebensmittel stärke sie die Angebotsvielfalt in Stadtlohn. "Mit Kaufland wäre es für die Stadt insgesamt zu discountlastig geworden."
Der Markt soll an der östlichen Seite des Geländes entstehen, begrenzt durch die Straße Hövel sowie die Burgstraße. Die vorhandenen öffentlichen Parkplätze bleiben erhalten, neue kommen ebenerdig hinzu - und ein Parkdeck auf dem Dach des Marktes: 211 insgesamt. Das neue Center soll eine Kern-Verkaufsfläche von rund 2100 Quadratmetern aufweisen: "Das sehen wir als verträgliche Größe an." Für die Anlieferung ist eine LKW-Einfahrt an der Burgstraße geplant; die Zufahrt zu den Parkflächen soll im Prinzip dort bleiben, wo sie sich auch heute schon befindet.
Knackpunkte
Auch wenn die Politik im Prinzip Zustimmung signalisierte - einige Knackpunkte zeichnen sich jedoch bereits ab. Dabei geht es um Verkehrsfragen: So forderte die CDU den Investor auf, über eine Tiefgarage nachzudenken - als Alternative zum Parkdeck. Das aber sei einerseits für die Investoren allein viel zu teuer und daher nur mit städtischen Zuschuss leistbar. Andererseits zweifelte Reinhard Mussehl daran, dass es überhaupt angenommen würde. Die CDU hatte dabei allerdings auch im Blick, den Bau niedriger zu bekommen. Das widerspricht jedoch dem Investorenanspruch nach "Stattlichkeit".
Für SPD und UWG rückte die Frage der Verkehrsanbindung in den Blickpunkt. Diese könnte über einen Minikreisel auf der Burgstraße sicherer erfolgen. Von Investorenseite gab es allerdings Zweifel an der Machbarkeit - aus Platzgründen.
Die offenen Fragen sollen jetzt im Rahmen des weiteren, beschleunigten Verfahrens geklärt werden. to












