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Agro-Bio-Tec
Brennstoff mobil herstellen
am 8. Dezember 2009 15:42 Uhr
STADTLOHN Während sich Wissenschaftler und Umweltpolitiker der führenden Industriestaaten bei der Klimakonferenz in Kopenhagen über den Umfang des Treibhauseffektes und dessen Eingrenzungsmöglichkeiten einigen wollen, hat die Firma Agro-Bio-Tech gemeinsam mit der Stadtlohner Firma Chr. Willemsen einen eigenen Beitrag geleistet und ein Gerät entwickelt: ein Pellet-Mobil.
Pellet Mobil
Vor einem Prototyp des »Pellet-Mobils« (von rechts): Bernhard Tenhumberg, Bernd Geschermann, Alexander Reichardt, Christof Willemsen, Franz-Josef Althaus und Ludwig Liesner.
Foto: privat
Diese neuartige Maschine für den mobilen Einsatz kann nach Angaben des Herstellers jährlich bis zu 10 000 Tonnen Biomasse wie zum Beispiel Stroh zu Pellets verarbeiten. „So können Pellets als neue Festbrennstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen thermisch verwertet werden und damit die fossilen Energieträger ersetzen oder substituieren und durch dessen weltweiten Einsatz die fossilen CO2-Emissionen erheblich reduzieren“, richten die Unternehmen den Blick auf weit reichende Einsatzmöglichkeiten der Pellets.

Mit den weltweit jährlich nachwachsenden Strohmassen könne der gesamte Weltbedarf an Heizungsenergie gedeckt werden. Mit der Gewinnung von Pellets aus Stroh entspreche das Vorhaben genau den Zielen des Landes NRW. In der jetzt veröffentlichten Studie „Bioernegie. 2020“ beabsichtige die Landesregierung, in den kommenden zehn Jahren die Strom- und Wärmeproduktion aus Biomasse zu verdoppeln, unter anderem durch den Einsatz von Stroh.

Gedankenaustausch zur seriellen Produktion des „Pellet-Mobils“

In diesem Zusammenhang fand bei der AgroBioTech GmbH in Stadtlohn ein Treffen mit Gedankenaustausch zwischen Bernhard Tenhumberg (MdL), Bernd Geschermann von der EnergieAgentur NRW, den Initiatoren Dipl.-Ing. Alexander Reichardt, Malente, und dem Stadtlohner Unternehmer Christof Willemsen, Franz-Josef Althaus von der Sparkasse Stadtlohn sowie Ludwig Liesner, Wirtschafts- und Finanzberatung BWL statt, bei dem über die Möglichkeiten der Ansiedlung eines Betriebes für die serielle Produktion des „Pellet-Mobils“ und den Einsatz der damit hergestellten Pellets gesprochen wurde.

Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass ein solch umweltfreundliches Vorhaben, durch das qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden, Unterstützung verdient habe.

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