Diskussionsrunde: Zehn Jahre Gebärdenstammtisch
STADTLOHN Mit einem Sektempfang begann im VHS-Haus in Stadtlohn die Feier zum 10jährigen Bestehen des Gebärdenstammtisches. Gäste waren Professor Dr. Heinrich Greving , die Autorin Karin Schrocke, die Gebärdensprach-dolmetscherinnen Alexandra Lorenz und Esther Winking und Internetexperte Bernd Rehling.
Die Diskussionsveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen des Gebärdenstammtisches (Foto: Susanne Dirking)
Bernd Rehling war hin und weg von „Freak City“, einem Buch, das authentische Einblicke in die Welt der Gehörlosen gebe und er fand , dass Hörbehinderte mit ihren eigenen Sprache - der Gebärdensprache - auch eine eigene Kultur hätten. Ein ganz wichtiges Medium sei das Internet, ließen die Gehörlosen wissen, weil durch E-Mails, SMS sowie Video-konferenzen die Kommunikation erleichtert würde.
Selbstbewusstsein
Früher, so erzählte Kommunikationshelferin Marion Busert, habe man Gehörlose immer an die Hand nehmen müssen, während sie heute ein gesundes Selbstbewusstsein zeigten. Als Höchstleistung bezeichnete sie das Ablesen der mit den Händen formulierten Gebärdensprache. Dass trotzdem das Leben für Gehörlose gerade hier auf dem platten Land nicht leicht sei, meinte Professor Greving. Die Eltern seien oft mit dem Erlernen der Gebärdensprache überfordert, sodass die Geschwister sich da einbringen müssten. Die Zusammenarbeit mit dem aktuellen forum, Volkshochschule sei eine sehr gute Sache.
In die Gebärdensprache übersetzt durch die Dolmetscherin, blickte ein gehörloser Teilnehmer zurück in die Vergangenheit und berichtete darüber, wie man in der Schule dem Lehrer die Worte vom Mund ablesen musste und es jetzt mit der Gebärdensprache im Schulunterricht bedeutend besser gehe.












