Straße mit Geschichte: Florierende Geschäfte auf der Emsdettener Straße
BORGHORST Die Emsdettener Straße war die Keimzelle für Handel und Handwerk in Borghorst. Dort arbeiteten die Dokmaker an ihren Handwebstühlen. Auf alten Fotos der Straße ist gut zu erkennen, dass sie ihre Giebelhäuser immer schräg zur Straße gestellt hatten.
1959: Brand auf der Emsdettener Straße links das Geschäft des Juweliers Bülter. (Repro: ka)
Metzgerei damals schon 50 Jahre alt
Goldschmied Bülter (Nr. 14) wirbt für Gold- und Silberwaren, Uhren, Bestecke und Trauringe. Bäcker Franz Decker (Nr. 10) macht auf sein Feingebäck aufmerksam. Kürschnermeister Edmund Ebel bürgt auf einer halben Seite für tadellose, modische und handwerkliche Maßarbeit zu soliden und erschwinglichen Preisen.
Schreinerei Pohlmann seit 1825
Bei Josef Hoffmann sind Papier und Schreibwaren, aber auch Leder, Glas und Porzellan zu haben. Seit über zehn Jahren betreibt die Damenschneidermeisterin Hedwig Mensing (Nr. 11) eine Damenschneider-Werkstatt für besondere Eleganz, und seit 1825 gibt es die Werkstätte von Schreinermeister Wilhelm Pohlmann (Nr. 16).
1868 wurde die Buchdruckerei und Buchbinderei Fr. p. Schmenken (Nr. 10) eröffnet. 40 Jahre besteht die Metzgerei Schünemann (Nr. 18) im Jahr 51. Für Eisenwaren, Haus- und Küchengeräte, Herde und Öfen sowie landwirtschaftliche Maschinen wirbt Heinrich Schwarz (Nr. 17 und 19) auf einer ganzen Seite.
80 Jahre alte Bäckerei
1871 wurde laut Adressbuch von 1951 die Bäckerei und Konditorei Scharlau (Münsterstraße Nr. 2) gegründet. Das Café mit seinen gemütlichen Räumen hatte damals nach Modernisierung 70 Sitzplätze. Für die Ratskellerei H.W. Drerup-Albers (seit 1886) und ihre Fabrikation erstklassiger Liköre und Spirituosen sowie eine Weingroßhandlung in der Ratskellerei (Heimathaus) wird in einer anderen Annonce geworben.













