Werbegemeinschaft Borghorst: Personal-Probleme
BORGHORST Nicht nur der Vorsitzende der Borghorster Werbegemeinschaft Günther Willbrand und sein Stellvertreter Peter Slieper wollen ihr Amt zu Verfügung stellen. Fast die gesamte Vorstandsriege spielt mit dem Gedanken, aufzuhören.
Der Vorstand der Werbegemeinschaft tritt 2012 nicht mehr an. (Foto MZ Archiv)
Rückzug auf ganzer Linie
Vom gegenwärtigen Vorstandstrio ist aktuell nur Ullrich Fritzsch bereit, eine weitere Amtsperiode zu übernehmen. Kaufmann Günther Willbrand und Rechtsanwalt Peter Slieper hören auf jeden Fall auf, betonen beide. Grund sei der Zuwachs an beruflicher Beanspruchung mit neuen Aufgabenfeldern. Das schließt nicht aus, dass beide bei Sonderaktionen ihre Mitarbeit weiter anbieten.
Aber auch alle anderen Mitglieder aus dem erweiterten Vorstandskreis haben signalisiert, bei der Jahreshauptversammlung im März nicht mehr zur Verfügung stehen. Willbrand: "Sie alle sind schon geraume Zeit im Vorstand tätig und wollen jetzt neuen Leuten Platz machen."
Die Bilanz seiner zweijährigen Amtszeit als Vorsitzender sieht er positiv. "Wir haben in den beiden letzten Jahren einiges in Schwung gebracht, versucht, ein neues "Wir sind Steinfurt-Gefühl" zu entwickeln." Im Dezember hat man zudem mit fünf weitere Kooperationen wie dem Frauennetzwerk, dem Handwerkerkreis, den Vorteilspartnern und dem BNI-Chapter Bagno weitere Partner ins Boot geholt. Vereinbart sind monatliche Treffen, um Aktionen gezielter und effektiver zu planen und sich nicht dabei im Wege stehen.
Neue Strukturen
Gesucht werden jetzt Kaufleute aus der Innenstadt, die sich mit möglichst neuen Ideen aktiv ins diese Prozesse einbinden lassen - an verantwortlicher Stelle. "Die Arbeit muss auf mehrere Schultern verteilt werden. Wir brauchen neue Strukturen, ergänzt durch ein professionelles Marketing in der Stadt mit ausgewiesen Fachleuten und nicht Verwaltungskräften", betont der Noch-Vorsitzende. Nur im Ehrenamt sei das nicht zu schaffen.
Letztlich, davon ist er überzeugt, könne dies nur gelingen, wenn die Kaufleute in beiden Stadtteilen sich zu einer Organisation zusammenschließen mit externen Fachleuten an der Spitze. Dies zeigten Erfahrungen aus anderen Städten.
Gespräche mit potenziellen Nachfolgern für die Vorstandsarbeit werden zurzeit geführt, bestätigt Günther Willbrand. Gute Leute zu finden, die diesen verantwortungsvollen Part übernehmen, sei aber überall schwierig. Auch in Burgsteinfurt, so weiß er, dreht sich das Personalkarussell bei der Werbegemeinschaft.
Sollten keine Nachfolger gefunden werden, müsste der aktuelle Vorstand kommissarisch weiterarbeiten. "Das wäre schon aus Imagegründen fatal, glaubt der Vorsitzende, dass die Borghorster Kaufleute bis März die Kurve kriegen.













