Deutsches Rotes Kreuz: 136 Mal spendete Wienken einen halben Liter Blut
OEDING Ende November wird Johannes Wienken 68 Jahre alt. Geht man davon aus, dass er die normale Menge Blut eines Mannes seiner Größe und seines Gewichts besitzt - rund fünfeinhalb Liter - bietet sich ein Rechenspiel an.
Der erste Blutspende-Ausweis von mit dem Datum der ersten Spende - 17.12.1962 (oben links) (Foto: Georg Beining)
Seine erste Spende war 1962
Seine 136. Spende gab er am Donnerstag gegen 17.30 Uhr in der von-Galen-Grundschule ab. Er hat akribisch eine Liste geführt: von seinen Spenden seit dem 17. Dezember im Jahr 1962. Das war der Tag seiner ersten Spende. Damals war er gerade 20 Jahre alt geworden. Genau ab diesem Zeitpunkt durften die Freiwilligen damals auch erstmals spenden.
Es ist seither einiges zusammen gekommen – nicht nur an Blut: Auf einem Stück Pappe hat er alle zehn Ehrennadeln aufgesteckt, die er vom DRK bekommen hat: für die dritte Spende, die zehnte bis hin zur 125.. Diesmal hat er sämtliche Blutspender-Ausweise mitgebracht, dreizehn an der Zahl. Zu Anfang waren die noch gelb, und für jede Spende gab’s einen kleinen Aufkleber und den Datumsstempel. Heute sind die Ausweise weiß-rot und haben nur noch Stempel.
Er hat Blutgruppe 0-positiv
Johannes Wienken kann mit seiner Liste auch nachweisen, dass es bislang in der Grenzgemeinde insgesamt 143 Blutspende-Termine gegeben hat, zu Beginn nur ein Mal im Jahr. Welche Blutgruppe er hat? Da muss er in seinen Ausweisen nachschauen: 0-positiv. Das sei eine gute Spendergruppe, habe ihm das DRK bestätigt.
Es habe sich im Laufe der Jahrzehnte einiges geändert, berichtet Wienken. Früher habe es vor der Spende ein Schnäpschen gegeben – damit das Blut besser fließt. „Es ist schon besser, dass diese Tradition aufgegeben worden ist“, sagt Wienken und schmunzelt.
"Ich werde weiter spenden"
Den gewohnten Gang zum Blutspendetermin wird Wienken noch einige Male gehen. Das hat sich der Pensionär zumindest fest vorgenommen: „Früher war mit 68 Jahren Schluss. Dann hätte ich heute meine letzte. Aber ich werde weiter spenden.“
























