Dirigent Köhler verlässt Musikkapelle: Abschiedskonzert nicht ohne Tränen
OEDING Es war ein besonderes Konzert am Samstagabend in der Jakobihalle. Eines, das in der Geschichte der heimischen Musikveranstaltungen vermutlich seinen einmaligen und ganz besonderen Platz haben wird.
Lustig und zugleich traurig lief der Abend des Abschieds von Dirigent Christian Köhler ab. (Foto: Georg Beining)
Zwischen Trauer und Freud‘
Es war das Abschiedskonzert an diesem Samstagabend, natürlich wieder vor vollem Haus – wie eigentlich immer. Und obwohl sich Dirigent und Orchester auf den Abschied hätten vorbereiten können, mussten sie sich doch eingestehen, dass es ohne Tränen an diesem Abend nicht abging. Manfred Wanning, der gemeinsam mit Christian Köhler Moderator des Abends war, durchaus bekannt für coole und mitunter scharfzüngige Sprüche, muss am Ende zugeben, dass seine Flachserei durch den Abend eigentlich nur dazu gedient hatte, von der fast greifbaren Trauer abzulenken, die in manchen Situationen allen anzumerken war.
Noch besser als sonst
Siebeneinhalb Jahre haben Christian Köhler und seine Musikkapelle gemeinsam einen Weg zurückgelegt, der beide geprägt hat. Und alles, was die Musiker in dieser Zeit an Qualität, Motivation und Erfolgen gewonnen haben, schienen sie an diesem Abend ihrem Dirigenten zurückgeben zu wollen: Man hat diese Formation wohl selten so gut gehört – und das, obwohl bei einem so genannten „Feierabend-Orchester“ wie der Musikkapelle eine Steigerung kaum noch vorstellbar ist.
Freunde, Förderer und musikalische Begleiter hatten sich eingefunden, um auf Wiedersehen zu sagen: Pfarrer Stefan Scho war gekommen und las noch einmal zu „Noah’s Ark“. Bürgermeister Christian Vedder betonte: „In Westfalen ist das so: Wer ein-mal Freund ist, bleibt Freund.“
Die Solisten des Abends trugen ihren besonderen Teil bei: Sabrina Niestegge mit „Gabriellas Song“, Max Volbers, das Ausnahmetalent am Piano, Jonas Frechen, mit seinen 17 Jahren schon ein Könner am Vibraphon und nicht zuletzt Marc Bengfort, ein Trompeter der Extraklasse. „Es war mir eine Ehre“, sagte Christian Köhler am Ende, „Danke für siebeneinhalb schöne Jahre.“ Und dieses Kompliment dürften ihm seine vielen heimischen Fans mit Überzeugung zurückgeben.












