Gemeinschaftsschule: Gemeinderat stimmt für Schulversuch
SÜDLOHN. Auch wenn Details noch zu klären sind, hat sich der Gemeinderat am Mittwochabend einstimmig für einen Antrag auf Teilnahme am Schulversuch Gemeinschaftsschule ausgesprochen.
Über die Zustimmung zum Antrag hinaus waren sich die Ratsmitglieder auch einig, dass auf die Gemeinde noch ein viel Arbeit zukomme. Jörg Battefeld (UWG), der die Entscheidung ausdrücklich begrüßte, sagte, dass die Eltern umfassend informiert werden müssen, um sie für die neue Schulform zu gewinnen.
Zeit für Überzeugung
Bürgermeister Christian Vedder versicherte, dass die Gemeinde genau das tun werde. Um für diese Überzeugungsarbeit Zeit zu haben, soll der Schulversuch auch erst zum Schuljahr 2012/13 und nicht schon im kommenden Sommer beginnen. Wie die Schule letztlich aussehen und arbeiten soll, stehe noch nicht fest. Darauf habe auch die Schulentwicklungsplanung, die bei der Projektgruppe Schule und Region in Bonn in Auftrag gegeben wurde, großen Einfluss. „Wir lassen diese Planungen ergebnisoffen durchführen“, so Vedder. Damit solle die beste Lösung für die Schullandschaft in der Gemeinde gefunden werden. Wie schon im Schulausschuss erklärte er, dass die Roncalli-Schule sehr gute Arbeit leiste. Allerdings müsse sie trotzdem weiter entwickelt werden, um zukunftssicher zu sein.
Fraktionen sind sich einig
Hermann-Josef Frieling (CDU) bezweifelte, dass Schule und Verwaltung die benötigte Mehrheit der Eltern aktivieren können. Trotzdem sah auch er die Notwendigkeit der Weiterentwicklung. „Wir brauchen eine neue Schulform, die eine praktische Ausbildung – wie sie zum Beispiel von Handwerkern verlangt wird – ermöglicht“, so Frieling. Er schlug vor, die Schule über Alleinstellungsmerkmale, wie die Inklusion, auch für umliegende Gemeinden interessant zu machen. Josef Schleif (Grüne) warnte davor, nur die Roncalli-Schule zu betrachten. „Die Gemeinde kann sich finanziell nicht leisten, langfristig als Konkurrenz zu den Schulen in der Umgebung aufzutreten“, erklärte er. Der einzige Weg liege in der Kooperation der Schulen. Manfred Schmeing (SPD) zeigte sich mit dem Antrag einverstanden, sagte aber, dass dringend die inhaltliche Konzeption besprochen werden müsse.












