Bürgermeister-Büro: Historische Fundstücke schmücken das Vorzimmer
OEDING Das Vorzimmer des Bürgermeisters ist nicht länger karg. Jetzt füllen zwei Vitrinen mit historisch bedeutenden Fundstücken aus der Gemeinde den Raum. Hell erleuchtet liegen in dem einen Glasschrank alte Kanonenkugeln aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit. In dem anderen ist eine Urne aus der Bronzezeit zu erkennen.
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Nachdem die Scherben wieder zusammengesetzt und konserviert wurden, ist eine große Tonurne zu erkennen. Ursprüngliche organische Materialien, wie zum Beispiel Lederbeutel, in denen ein Teil der Knochen gefunden wurde, konnten nicht mehr erhalten werden. „Es wurden bisher sehr wenige Metallfunde gemacht, vor allem sind es Gegenstände aus Keramik,“ fügt Söbbing hinzu.
Alte Kanonenkugeln
Die andere Vitrine beherbergt alte Kanonenkugeln, die bei Bauarbeiten zum einen in der Nähe des ehemaligen Stadtgrabens in Südlohn bei der Gaststätte Nagel, zum anderen im ehemaligen Burggraben des jetzigen Hotels Pass gefunden wurden. „Vielleicht wurden die Kugeln in den Gräben gelagert, oder sie sind einfach nur hinengerollt– das kann man jetzt nicht mehr genau sagen,“ so Söbbing.
Es sind sowohl Stein-, als auch Eisenkugeln erhalten, wobei die steinernen circa 500- 600 Jahre und die eisernen circa 400 Jahre alt sind. Auch ein Bild des ältesten Abdrucks des Wiegboldsiegels von 1761 kann begutachtet werden. „Durch die Ausstellung dieser Fundstücke wird die Geschichte greifbarer“, fügt der Archivar hinzu.
Christian Vedder ist begeistert
Auch Bürgermeister Christian Vedder ist begeistert. „Weil die Urne bislang der älteste Fund aus der Umgebung ist, schlug Herr Söbbing vor auszustellen– die Idee mit den Vitrinen war schnell geboren“, so Vedder.















