Ortsumgehung: Stillstand - Planänderungen in den Niederlanden
OEDING Das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung Oeding ist den Sommer über keinen großen Schritt nach vorne gekommen. „Wir sind im Gespräch mit der Gemeinde Winterswijk und der Provinz Gelderland“, teilte Gertrud Schulze-Spüntrup, Projektleiterin für die Ortsumgehung beim Landesbetrieb Straßen.NRW, auf Anfrage der Münsterland Zeitung mit. Zurzeit gehe es um die Planänderungen, die von Seiten der niederländischen Beteiligten erforderlich wurden.
Die Straße durch Oeding soll durch die Umgehung Entlastung erfahren. (Foto: Archiv/Bütterhoff)
Zum Einen hat direkt dort, wo das neue Straßenstück per Kreisverkehr auf die alte Streckenführung trifft, jüngst ein Gartencenter eröffnet. Dessen Anbindung müsse nun noch einmal überplant werden. Zum Zweiten seien in den Niederlanden jüngst die Vorgaben für die Querschnittsgestaltung niederländischer Straßen geändert worden – diese neuen Anforderungen gelte es nun einzuarbeiten.
Was diese neuen Richtlinien für das Straßenstück auf niederländischer Seite bedeutet, erarbeiten die niederländischen Behörden – deren Ergebnisse passe der Landesbetrieb dann in die bestehenden Planungen ein, so Schulze-Spüntrup.
Rat übt Druck aus
Damit hat sich der „Stand der Dinge“ in Sachen Ortsumgehung seit Juni nicht allzu sehr verändert. Seinerzeit hatte der Gemeinderat auf Betreiben von Alois Kahmen (CDU) dem Bürgermeister aufgetragen, beim Regierungspräsidenten und allen verantwortlichen Stellen Druck auszuüben, damit das Planfeststellungsverfahren vorangetrieben werden könne.
„Die Gemeinde steht mit der Bezirksregierung in Kontakt und möchte – so weit es geht – Geschwindigkeit in die Sache bringen“, betonte Bürgermeister Christian Vedder aktuell im Gespräch mit unserer Redaktion.
450 Meter in Holland
450 Meter der insgesamt 3,3 Kilometer langen Umgehung sollen auf niederländischem Gebiet verlaufen – von deutscher Seite geplant und auch gezahlt werden. Der Landesbetrieb Straßen.NRW ist der so genannte „Vorhabenträger“ – so laufen in der Regionalniederlassung Münsterland des Landesbetriebs die Fäden zusammen.
„Dieses Baurechtsverfahren kann nur zusammenhängend verwirklicht werden“, betont Gertrud Schulze Spüntrup, dass an einer Parallelität der Verfahren auf deutscher und niederländischer Seite nichts vorbei gehe.
Es gab 380 Einwendungen
Die 380 Einwendungen zur Planung, die nach der Offenlegung von deutscher Seite an die Behörde gerichtet worden sind, müssen mit der Bearbeitung also noch warten bis die niederländischen Einwendungen vorliegen.
Nach der Prüfung der Einwendungen gehen diese an die Bezirksregierung Münster, die dann zum Anhörungstermin einladen wird
























