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Biogasanlage
Anwohner diskutieren - Stinkt es bald in Südlohn?
Von Melanie Steur am 1. Februar 2010 18:04 Uhr
SÜDLOHN Sie stinkt den Anwohnern schon jetzt – die geplante Biogasanlage. Auf einer Versammlung am Freitag sprachen die Anwohner ihre Bedenken gegen die Anlage aus.
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Auf dieser Freifläche soll die geplante Biogasanlage gebaut werden.
Foto: Maria Bütterhoff
„Die Anwohner kamen hauptsächlich aus der Drossel- und der Windhorststraße“, erzählt Bernd Telöken, der ebenfalls an dem Nachbarschaftstreffen teilgenommen hatte. Flyer wollen sie drucken und Unterschriften gegen das geplante „Bio-Kraftwerk“ sammeln, das nahmen sich die über 40 Anwesenden Ende vergangener Woche vor. „Die Aktion startet hoffentlich Ende dieser Woche“, so Telöken.

  Fünf Südlohner seien im Vorfeld zu dem Nachbarschaftstreffen zu einem Informationsgespräch mit Bürgermeister Christian Vedder nach Oeding gefahren, heißt es in dem Schreiben weiter. Dabei soll auch die mögliche Geruchsproblematik besprochen worden sein.

Entstehende Emissionen zögen direkt ins Dorf

Christian Koch vom Deutschen Wetterdienst bestätigte gegenüber unserer Redaktion, dass die vorherrschende Windrichtung „generell für solche Lagen wie die der Gemeinde Südlohn“ West / Süd-West sei. Damit zögen die möglicherweise entstehenden Emissionen direkt ins Dorf.

Die Nachbarn diskutierten lange darüber, dass die in 2003 im Gemeinderat vorgestellte Anlage mit nur 50 000 Tonnen Gülle im Jahr geplant gewesen sei, die vor zwei Wochen in der Münsterland Zeitung vorgestellten Anlage aber etwa die vierfache Menge an Gülle verarbeiten soll.

Geruch nach faulen Eiern

Einige Anwohner berichteten, Kontakt zu der Gemeinde Güterglück in Sachsen- Anhalt aufgenommen, zu haben. Die dort betroffenen Bürger hätten von widerlichem Geruch nach faulen Eiern im Dorf berichtet. Außerdem sei auch über das höhere, betriebsbedingte Verkehrsaufkommen gesprochen worden.

Konrad Böcker, zuständig für die Pressearbeit bei RWE-Innogy betonte, auf Anfrage der Münsterland Zeitung, dass zum einen die Anlage in Güterglück vornehmlich mit Mais betrieben werde und nicht wie im Fall Südlohn mit Gülle. Außerdem seien die Emissionen Bestandteil des Genehmigungsverfahrens. „Die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte werden eingehalten“, erklärt Böcker.

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