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RWE Innogy und Landwirtschaftsverband
Biogasanlage kommt im Herbst
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| Von Melanie Steur am 15. Januar 2010 16:39 Uhr | ||
| SÜDLOHN Die Spekulationen haben ein Ende – der Standort steht fest: Die RWE Innogy und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV) wollen die seit langem geplante, mit Gülle betriebene Biogasanlage in Südlohn bauen. Am Betrieb der Anlage können sich Landwirte aus der Region in einer noch zu gründenden Gesellschaft beteiligen. | ||
Grundstück ideal „Das Grundstück ist ideal für den Betrieb einer Biogasanlage“, erklärt Blanke. Es sei verkehrstechnisch gut erschlossen. Das geplante Kraftwerk von RWE Innogy und dem Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) habe nichts mit den Plänen für eine mit Abfällen und Mais betriebene Anlage Anfang des Jahrtausends am Osseler Horst zu tun, betont Blanke (Münsterland Zeitung berichtete). RWE Innogy und WLV arbeiten schon seit längerem zusammen. Der Energiekonzern habe die Kompetenz bei der Planung, beim Bau und beim Betrieb von Biogasanlagen – der WLV die notwendigen Kontakte vor Ort. „Es gibt genug landwirtschaftliche Betriebe in der Gegend, die sich beteiligen möchten“, erklärt Doris Nienhaus, Geschäftsführerin der WLV-Service GmbH, im Gespräch mit der Münsterland Zeitung. Im Augenblick befänden sich die Geschäftspartner bei der Ausarbeitung der Unterlagen. Erst danach werde das Gesamtprojekt vorgestellt. Blanke: „Mit dem Kreis und der Gemeinde Südlohn muss noch einiges abgestimmt werden.“ Durch den Grundstückskauf seien sie aber einen großen Schritt vorangekommen bei den Planungen für den Baubeginn im Herbst. Dem Kreis lägen noch keine Anträge vor, teilte die Pressestelle in Borken auf Anfrage mit. Bei der Gemeinde seien lediglich Vorabstimmungsgespräche geführt worden, sagt Herbert Schlottbom von der Verwaltung. Ökologisches Leuchtturmprojekt Als ein „ökologisches Leuchtturmprojekt“ bezeichnet Dr. Thorsten Blanke die geplante Biogasanlage. Das Problem im Münsterland sei die überschüssige Gülle. „Unsere Anlage soll zu 90 Prozent mit Gülle und zu zehn Prozent mit Zwischenfrüchten betrieben werden“, so Blanke. In einer Veredelungsregion wie dem westlichen Münsterland könne Mais in Biogasanlagen nicht verwendet werden, da dieser anderweitig gebraucht wird. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft, aus Gülle Gas und Dünger zu machen, werde von den Landwirten in der Region unterstützt. „600 bis 800 Betriebe im Umkreis von circa 20 Kilometern müssen sich an dem Projekt beteiligen, damit die erforderliche Güllemenge zusammenkommt“, erklärt Doris Nienhaus, Geschäftsführerin der WLV-Service GmbH. Auf einer Fläche von zwei Hektar sei die Anlage derzeit geplant. Eine Erschließungsstraße für den LKW-Verkehr sähen die Planungen auch vor. Blanke: Bei jährlich benötigten 200 000 Tonnen Gülle könnte – heruntergerechnet auf eine Stunde – etwa alle zehn Minuten ein LKW die Biogasanlage anfahren. Nienhaus sieht darin kein Problem: „Im Augenblick wird die Gülle auch weggefahren.“ Die Transportwege würden sich durch den Bau der Anlage sogar verkürzen. In Kürze:
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