Bauausschuss : 6.128 Schweinemastplätze beantragt
VREDEN Gleich nach einer theoretischen Debatte um die Absichtserklärung in Bezug auf die Intensivtierhaltung ging es im Bauausschuss in die Praxis vor Ort: Ein landwirtschaftlicher Betrieb aus der Bauerschaft Großemast hatte bei der dafür zuständigen Baubehörde, dem Kreis Borken, einen Antrag auf Umstrukturierung und Erweiterung einer Ferkelhaltung zu einer Schweinemasteinrichtung mit 6.128 Plätzen beantragt.
(Peter Steffen (dpa))
Aus Vredener Sicht galt es nun Stellung zu nehmen - und das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.
Etwa 700 bis 800 Meter sei die Entfernung zwischen Betrieb und der nächst gelegenen Wohnbebauung, beantwortete er eine Frage von Heinrich Wildenhues (CDU).
Rechtlich nicht bindende Vereinbarung
Gerd Welper (Grüne) forderte eine "Ehrenrunde" im Verfahren - wie in der zuvor diskutierten Absichtserklärung vorgesehen könne nun doch auch mit diesem Antragsteller sein Anliegen erörtert werden, meinte er.
"Wir bekommen aber keine Verzögerung mit einem Verweis auf eine rechtlich nicht bindende Vereinbarung", sah Joachim Hartmann keine Chance für die Ehrenrunde.
Allgemeines Unbehagen
Das allgemeine Unbehagen im Ausschuss in Bezug auf die vor dem Hintergrund des globalen Marktes immer größer werdenden Mastanlagen fasste Hermann Geesink (CDU) zusammen: "Jeder hat Bauchschmerzen damit."
Dennoch: Bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen wurde das Einvernehmen erteilt - eben, weil die Voraussetzungen des Baugesetzbuches auch bei diesem Antrag erfüllt sind.
























