Heimathaus: Alte Kirchturmuhr tickt wieder
VREDEN Ein ganz besonderes Ausstellungsstück bereichert seit Kurzem in der Heimatscheune des Heimathauses Noldes die Ausstellung und begeistert durch Größe, Aussehen und Funktion: Konrad Esseling und Herbert Icking, beide Mitglieder des Heimatvereines Ammeloe, haben der ersten Kirchturmuhr von Ammeloe wieder Leben eingehaucht – sie pulsiert nun im Obergeschoss der Heimatscheune.
Herbert Icking (l.) und Konrad Esseling haben den Wiederaufbau der historischen Turmuhr vorgenommen. (Foto: Rolvering)
Im Jahr 1946 habe die Uhranlage einen Selbstaufzug erhalten und musste wöchentlich vom Ammeloer Küster aufgezogen werden. 1970 wurde die Ammeloer Kirche mit einer vollelektrischen Uhr ausgestattet und die alte Turmuhr stand bis 1990 ohne Funktion im Kirchturm von St. Antonius – dort rostete sie vor sich hin.
1990 restauriert
Wilhelm Elling, dem ehemaligen Leiter des Hamaland-Museums, sei es zu verdanken, dass die Uhr 1990 restauriert wurde und in der damaligen Ammeloer Grundschule einen neuen Standort erhielt.
„Mit Genehmigung der Stadt Vreden und der Schulleitung wurde die große und sehr schwere Uhr-Anlage kürzlich von Konrad Esseling, Herbert Icking, Anton Tenbeitel, Hermann Walfort, Anton Ostendorf und Heinrich Huning, alle Mitglieder des Heimatvereines Ammeloe, abgebaut und ins obere Stockwerk der Heimatscheune transportiert“, erläutert Rolvering.
Großes Geschick
Beim Wiederaufbau der historischen Turmuhr bewiesen Herbert Icking und Konrad Esseling großes Geschick. Sie befestigten die 240 Kilogramm schweren Eisengewichte an den oberen Dachbalken der Scheune und setzten das mechanische Uhrwerk mit seinen vielen Zahnrädern und dem Riesenpendel wieder in Gang. 36 Stunden lang hört man jetzt das Ticken der Turmuhr in der Scheune, danach muss sie von Hand mit einer Holzkurbel wieder aufgezogen werden. rol
























