St. Georg Senioren- und Pflegezentrum: Michail Markov begeistert Publikum
VREDEN. Ein professionelles Konzert bot der Konzertpianist Prof. Michail Markov den Bewohnern und Gästen des St. Georg Senioren- und Pflegezentrums am Sonntagnachmittag.
Freuten sich über das gelungene Konzert (von links): Hermann Nientiedt (Hauptgeschäftsführer Klinikverbund Westmünsterland), Bernhard Tenhumberg (CDU, MdL), Bürgermeister Dr. Christoph Holtwisch, stellvertretende Landrätin Silke Sommers, Pianist Prof. Michail Markov, Xenia Lorenz-Rebers (KX-Kulturmarketing), Michael Brinkmöller (Bereichsleiter Altenhilfe) und Christa Hilbing (Hausleitung). (Foto: Friederike Funk)
Zudem werde durch die Musik als emotional wirksamstes ästhetisches Kommunikationsmittel das kulturelle Leben der Stadt bereichert. So waren unter dem Konzertbesuchern nicht nur Heimbewohner sondern auch Klassik interessierte Jugendliche und Erwachsene. Dr. Christoph Holtwisch, Vredens Bürgermeister und ein Schirmherr des Projekts, sieht dieses Treffen auch als Herausforderung und Chance an, da Vorurteile abgebaut werden können.
Die Freude am Musikgenuss war den Gesichtern schon beim „Allegro con brio“ aus der Sonate Hob. XVI/35 von Joseph Haydn abzulesen. Pianist Michail Markov spielte die virtuosen Passagen mühelos in rasantem Tempo. Das ruhige Adagio leitete zum Finale über, in dem die Heiterkeit ungetrübt blieb. Die älteren Menschen schienen sich in ihrem Zuhause wohlzufühlen – laut stellvertretender Landrätin Silke Sommers ein wichtiger Aspekt der Veranstaltung. Im Anschluss ließen Czernys Variationen über den Sehnsuchtswalzer von Franz Schubert fast den Atem stocken, da virtuose und effektvolle Gesten aneinander gereiht wurden.
Danach genossen sie „Aufenthalt“ und „Ständchen“ von Franz Schubert und Franz Liszt – zwei Lieder, die nachdenklich stimmten und zum Träumen anregten. Ganz anders wirkte die cis-Moll-Polonaise op.26 no.1 von Chopin. Deuteten die ersten Takte auf eine ritterliche Festmusik hin, so entzückte sich Michail Markov im weiteren Verlauf an der überschwänglichen Süße. Gespannt lauschten die Zuhörer danach Chopins drittem Scherzo in cis-Moll, dessen Folge gebrochener Akkorde die Zuhörer bezauberte.
Begeistertes Publikum
Kein Wunder, dass das begeisterte Publikum den meisterhaften Pianisten und Gründer von „Piano Competition for young Musicians - The Netherlands“ erst nach Prokofjews Marsch als Zugabe gehen ließ.
Hocherfreut und gerührt wirkten die Heimbewohner nach dem „Hochgenuss“, wie der Bereichsleiter Altenhilfe Michael Brinkmöller das Konzert bewertete. Für die Konzeption war Kulturmanagerin Xenia Lorenz-Rebers von KX-Kulturmarketing zuständig, die sich über diesen ersten Erfolg freute und mit viel Engagement den Klinikverbund Westmünsterland unterstützen wird.












