Bäume entwurzelt: Tornado fegte wie aus dem Nichts über Vreden hinweg
VREDEN Es kam ohne Vorwarnung der Wetterdienste, fast aus "heiterem Himmel": Um kurz nach 17 Uhr wurde es am Mittwoch dunkel, es begann sintflutartig zu regnen und es wurde windig. Enorm windig: Ein Unwetter mit Windhose hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. [mit Karte]
Polizei und Feuerwehr waren schnell im Einsatz an der Ottensteiner Straße. Es wurde zuerst nach möglichen Verletzten gesucht. (Foto: Feuerwehr)
Betroffen war der Bereich rund ums Sportzentrum an der Ottensteiner Straße und in den beiden Bauernschaften Doemern und Kleinemast. Autos wurden unter Bäumen begraben, Keller wurden überflutet – glücklicherweise kam aber niemand zu Schaden.
Fotostrecke Tornado fegt über Vreden hinweg
Gegen 17.19 Uhr gingen die ersten von vielen Notrufen bei Polizei und Feuerwehrleitstelle ein, wie die Freiwillige Feuerwehr am Donnerstagmorgen mitteilt. Viele Bäume waren bei starkem Regen und Orkanböen umgestürzt, hatten Fahrzeuge unter sich begraben oder auf Stromleitungen gefallen. Geschätzt mehr als eine Stunde mussten die Einwohner Doemerns ohne Strom auskommen.Freibadgäste flüchteten in Richtung Innenstadt
Der Einsatzschwerpunkt für die Freiwillige Feuerwehr, die mit beiden Löschzügen Stadt und Ammeloe im Einsatz war, befand sich am Radweg der Ottensteiner Straße. Dieser Weg ist der Hauptweg für viele Menschen, die sich bei hochsommerlichem Wetter im Freibad aufgehalten haben und nun fluchtartig auf dem Weg in Richtung Innenstadt Schutz vor dem Unwetter suchten, als die Windhose über die Fußballplätze und die angrenzende Wallhecke zog und eine wahre Schneise der Zerstörung hinterließ.
In der ersten Einsatzphase wurde dort noch Menschen unter den Bäumen vermutet, was sich im Nachhinein glücklicherweise aber als nicht richtig herausstellte, so die Feuerwehr. Weiterhin galt es viele, teilweise abgebrochene und hängengebliebene Äste aus Bäumen in der Nähe von Häusern und Wegen herauszusägen oder Bäume, Zäune und Schilder von Straßen zu entfernen.
Firma half mit ihren Radladern aus
Auch wurden einige Keller von der Feuerwehr leer gepumpt - die meisten konnten sich aber selbst helfen, so die Feuerwehr. Zusätzlich zu den Kräften der Feuerwehr, Polizei, Ordnungsamt, Bauhof und Stromversorger halfen auch viele Privatleute und eine an der Ottensteiner Straße beheimatete Privat-Firma mit Radladern aus, um die Wege schnellstmöglich zu räumen und Gefahrenstellen zu beseitigen.
Nach Auskunft der Kreisleitstelle Borken handelte es sich bei dem Unwetter um ein regional begrenztes Phänomen. Der Sturm verschwand so plötzlich wie er gekommen war. Der Sachschaden kann noch nicht beziffert werden, die Aufräumarbeiten waren auch am Morgen danach noch nicht ganz beendet.
In diesem Bereich zog der Tornado über Vreden (etwa):
Hier zog der Tornado über Vreden auf einer größeren Karte anzeigen















