Analyse liegt vor: Weiterer Schritt zum Mobilfunkkonzept
VREDEN Die Ziele für das geplante Mobilfunkkonzept, mit dem eine möglichst hohe Versorgung mit Mobilfunk bei möglichst niedriger Strahlenbelastung für die Bevölkerung erreicht werden soll, hat der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt jetzt festgelegt.
Die bestehenden Mobilfunkmasten - wie hier an der Alstätter Straße - wurden von den Mitarbeitern des EMF-Instituts auf ihre Strahlung hin untersucht. (Foto: Bütterhoff)
Drei Zielgruppen gibt es: das räumliche Versorgungsziel soll eine flächendeckende Versorgung mit Mobilfunk auch im ländlichen Bereich sein. Die Schutzziele hatte die Verwaltung so formuliert: "Für die Wohnbebauung sowie sensible Bereiche wie Schulen, Kindergärten, Senioren- und Behinderteneinrichtung, Krankenhäuser soll eine Immissionsminimierung im Rahmen technischer Möglichkeiten vorgesehen werden." Die qualitative Komplettversorgung ohne Einsatz der Mobilfunktechnologie für stationäre Nutzung schließlich ist das dritte, das Versorgungsziel.
Versorgungssituation beleuchtet
Vorgestellt wurde in der Bauausschusssitzung auch die vom Institut erfolgte Analyse der derzeitigen Versorgungssituation im Stadtgebiet. An den elf Basisstationen der Mobilfunkbetreiber waren Immissionsmessungen vorgenommen worden. Das Ergebnis:
Die festgestellten Immissionen liegen weit unter den in Deutschland liegenden Grenzwerten. Der in Fachkreisen häufig angewandte "Schweizer Anlagenwert" werde nur an der Ölbachstraße zur Hälfte erreicht, die anderen Messwerte blieben deutlich darunter.
Zusammenarbeit möglich
Dies hatte der Strahlenschutzexperte auch bei einem "Runden Tisch" im Rathaus erklärt, an dem im Juni auch Vertreter der Mobilfunkanbieter und auch Initiative der Vredener Ärzte und Apotheker teilgenommen hatten. Aus diesem Treffen zog Fachbereichsleiter Joachim Hartmann die Bilanz, dass eine konstruktive Zusammenarbeit der verschiedenen Interessengruppen möglich erscheine.
Auf Grundlage der Analyseergebnisse wird das Institut nun ein Konzept entwickeln, das möglichst noch in diesem Jahr dem Bauausschuss oder Rat vorgestellt werden soll.
Die gesamten Analyseergebnisse des EMF-Instituts mit umfangreichen Details und Kartenmaterial ist ab sofort auf der Internetseite der Stadt Vreden einzusehen.





















